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Grußwort zum Jahreswechsel 2014 / 2015

Liebe Quickbornerinnen und liebe Quickborner,

zum Jahresende ist es guter Brauch, dass wir uns noch einmal mit den besten Wünschen für ein besinnliches Weihnachtsfest und einen gelungenen Jahreswechsel an Sie wenden. Und natürlich möchten wir diese Gelegenheit nutzen, wichtige Ereignisse des ausgehenden Jahres in Erinnerung zu rufen und einen Ausblick auf das Jahr 2015 zu wagen.

Zu diesen Ereignissen gehört ganz unbestreitbar die Mitteilung in Sachen Höchstspannungsmasten, dass ein Leitungsverschwenk in Quickborn kommen soll. Bürgerinitiativen, Kommunalpolitik und Verwaltung haben sich intensiv dafür eingesetzt. Die von der Stadt angestrengte Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht hat den Kampfeswillen vor Ort unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Nur so war letztlich dann doch die außergerichtliche Einigung mit dem Netzbetreiber Tennet möglich.

Im Bereich des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und der Comenius Schule wurden die Bau- und Sanierungsmaßnahmen weitestgehend zum Abschluss gebracht. Im Gegenzuge ist die Diskussion um die Kosten für die Sanierung des Schulzentrums Süd voll entbrannt und wird uns voraussichtlich auch im nächsten Jahr beschäftigen.

Die Ergebnisse des sogenannten Effizienzgutachtens für die Verwaltung waren ebenso positiv wie ernüchternd. Im Tenor musste festgestellt werden, dass das Quickborner Rathaus effizient arbeitet aber Einsparungspotenziale im Personalbereich so gut wie nicht zu benennen sind. Die Erwartungshaltung mag da teilweise anders gewesen sein.

Die Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Bönningstedt und Hasloh besteht jetzt bereits zwei Jahre. Hier hat sich die Vorplanung in weiten Bereichen bestätigt. Wo noch Regelungsbedarf erkannt wird, gibt es konstruktive Gespräche der Beteiligten. Wir sehen uns darin bestärkt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

In einer gemeinsamen Kraftanstrengung haben die Fachbereich Liegenschaften und Recht im Zusammenwirken mit dem beauftragten Planungsbüro und einem ortsansässigen Architekturbüro es geschafft, innerhalb kürzester Zeit die erforderlichen Unterlagen für einen Förderantrag zusammenzustellen und einzureichen. Da durch die Zahl der eingereichten Anträge die zur Verfügung stehenden Fördermittel nicht ausgeschöpft wurden, hat die Stadt Quickborn erfreulicherweise einen Zuschuss in Höhe von 421.783 € für die energetische Sanierung der Kindertagesstätte Zauberbaum zugesprochen bekommen. In Zeiten allgegenwärtiger Diskussion um sinkende Haushaltsmittel ist dies ein tolles Ergebnis.

Sehr erfreulich ist auch das bürgerschaftliche Engagement im Bemühen um ein Stadtmarketing für Quickborn. Die Idee der Kommunalpolitik, Mitstreiter zu gewinnen und einen Prozess in Gang zu setzen, der nicht nur von der Verwaltung getragen wird, ist auf großes Interesse gestoßen.

Die Diskussion um einen neuen Bahnübergang im Bereich der Bahnstrasse zwischen Ellerau und Quickborn ist noch nicht beendet. Wir können nicht verhehlen, dass die neuesten Rückmeldungen aus unserer Nachbargemeinde zur Frage der Kostenteilung enttäuschend sind.

Das Jahr 2014 ist leider auch gekennzeichnet durch die Ukraine-Krise, die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern, den Konflikten mit dem Islamischen Staat und der enormen Zahl von Flüchtlingen. Deshalb wollen wir auch ganz besonders auf die drastisch steigende Zahl von Asylbewerbern aufmerksam machen. Derzeit sind über 140 Menschen von der Stadt Quickborn unterzubringen. Diese Zahl wird im Jahr 2015 noch deutlich steigen. Neben den hierfür aufzuwendenden Haushaltsmitteln und der Beschaffung und Bereitstellung von Wohnungen geht es aber vor allem um unseren unbedingten Willen, diesen Menschen zu helfen. Das Potenzial dafür haben wir.

Im kommenden Jahr erfolgt die Festlegung des Sanierungsumfanges für die Realschule Heidkamp sowie das Elsensee Gymnasium und die Sanierungsmaßnahme Sporthalle Heidkamp beginnt. Der Kunstrasen am Holstenstadion wird hergestellt. Öffentlich geförderter Wohnungsbau soll durch Überplanung geeigneter Grundstücke vorangetrieben werden. Auch die Entwicklung von Wohngebieten für Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser wird fortgesetzt. Außerdem wird die Stadt Quickborn ihre Bemühungen zur Erweiterung vorhandener Gewerbegebiete wie Hohenbecksmoor und die Suche nach Neustandorten fortsetzen. Die Wiederaufnahme des Planverfahrens für das Gelände der Schokoladenfabrik ist vorgesehen. Die Erörterungen zur Ortsteilverbindungsstraße bzw. Gronauquerung dauern an.

Außerdem werden die Potentialanalyse Innenstadt und in diesem Zusammenhang mögliche Leerstandsvermeidungsstrategien in den zuständigen Gremien zu erörtern sein. Im Hinblick auf das Stadtmarketing strebt die Stadt eine Vereinsgründung an und Überlegungen zu einer Fortschreibung des bestehenden Einzelhandelskonzeptes werden zur Diskussion gestellt.

Es gibt also auch im nächsten Jahr viele spannende, interessante und teilweise konfliktträchtige Themen. Grund genug, ein Innehalten zu empfehlen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes Fest, einen guten Rutsch und alles Gute für das nächste Jahr.


Ihr Bürgervorsteher
Henning Meyn  

Ihr Bürgermeister
Thomas Köppl

Quickborn, 11.12.2014