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Untersuchung der Salzstruktur Quickborn

Quickborn liegt auf einer Salzstruktur, die sich in Richtung Süden bis weit nach Hamburg hinein erstreckt. Das Dach der Salzstruktur liegt teilweise weniger als nur 30 m unter der Oberfläche und kann sowohl aus lösungsfähigem Anhydrit oder Gips als auch aus nicht lösungsfähigen Tonen bestehen. Ist im Dachbereich lösungsfähiges Gestein enthalten, kann es zu kleinräumigen Bodensenkungen oder Erdfällen führen, wie es z.B. im Juni 2010 in der Marienhöhe geschehen ist.

Zur Klärung der oberflächennahen Untergrundverhältnisse im Bereich des Salzstockes Quickborn setzt der Geologische Dienst im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) seine geowissenschaftlichen Untersuchungen mittels vier reflexionsseismischer Profile im Südosten von Quickborn fort. Die Messungen erfolgen im Holmmoorweg (nachts, 23./24.6.), Harksheider Weg zwischen Ulzburger Landstraße und Holsten-Stadion (nachts, 25./26.6.), Peperkamp (27.6.) und Am Seekamp zwischen Fabrikweg und AKN (28.6.). Da der Messfortschritt abhängig von den jeweiligen örtlichen Bedingungen sowie vom Wetter ist, können Abweichungen vom Zeitplan nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Aufgrund der Sensitivität der Messungen ist eine jeweilige Sperrung der Messstrecke für Fahrzeuge erforderlich. Anliegern wird bei Bedarf eine Zufahrt zum Grundstück ermöglicht.

Bei den seismischen Messungen wird von einer seismischen Vibrator-Quelle ein schwacher und von Menschen nur im unmittelbaren Nahbereich gering spürbarer Druckimpuls erzeugt, der sich im Untergrund ausbreitet und von Schichtgrenzen reflektiert wird. Die Laufzeit des reflektierten seismischen Impulses wird an der Erdoberfläche mit Geophonen aufgezeichnet. Das Ergebnis der seismischen Messungen ist ein Abbild der Untergrundstruktur, bei dem die Schichtgrenzen im Untergrund deutlich werden.

 
PM 096/2018
Quickborn, 29.05.2018
Ansprechpartner für diese Bürgerinfo: Herr Thermann, Tel.: 04106/ 611-260 und
Geologischer Dienst im LLUR, Herr Omlin, Tel.: 04347/ 704-143