Finanzielle Lage der Stadt Quickborn


Das Haushaltsjahr 2021 ist abgeschlossen, die finanzielle Lage der Stadt Quickborn wurde analysiert und ausführlich im Lagebericht 2022 dargestellt.

Wer sich dafür interessiert, wie sich die finanzielle Situation tatsächlich entwickelt hat und welche weitere Entwicklung in den nächsten Jahren zu erwarten ist, kann sich eingehend darüber im Lagebericht 2021 informieren.

Wer nur einige Fakten erfahren möchte, kann sich hier einen Überblick verschaffen:

Das Jahresergebnis 2021 weist einen Überschuss in Höhe von 1.688.692,71 € aus.

Ursächlich sind erhebliche Mehrerträge in Höhe von 7,74 Mio. €. Besonderen Anteil daran hat zum einen die Fehlbetragszuweisung des Landes für das defizitäre Ergebnis 2020 in Höhe sowie verschiedene Ausgleichszahlungen des Landes für pandemiebedingte Ausfälle bei den Kitagebühren und den Einkommensteueranteilen der Stadt. Zum anderen brachte der Verkauf der Straßenbeleuchtungsanlagen an die Stadtwerke Quickborn GmbH zusätzliche Einnahmen.


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Die Aufwendungen lagen insgesamt leicht unter den Planansätzen. Die größten Aufwandspositionen für die Stadt Quickborn sind die Transferaufwendungen (Umlagen an Land und Kreis sowie Kitazuschüsse) mit 45,83 % (33,02 Mio. €), gefolgt von den Personal- und Versorgungsaufwendungen mit zusammen 25,54 % (18,40 Mio. €) und den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen mit 10,86 % (7,83 Mio. €). Der Anteil der Abschreibungen ist von 9,67 % im Vorjahr auf 7,11 % gesunken. Mit 5,12 Mio. € ist der Gesamtbetrag tatsächlich trotz der aktiven Investitionstätigkeit der Stadt ebenfalls gesunken.

Ursächlich ist der oben genannte Verkauf von Anlagevermögen und der mathematische Effekt, dass die Höhe der gesamten Aufwendungen deutlich angestiegen ist. Der Zinsaufwand stieg in Folge von Neukreditaufnahmen in seiner absoluten Höhe auf 1,27 Mio. € leicht an, der Anteil an den Gesamtaufwendungen sank von 2,06 % auf 1,76 %.


Es wurden Investitionen insbesondere an Schulen (Gebäude und Digitalisierung) und beim Infrastrukturvermögen (Straßen und Kanäle, Glasfaserleitungsnetz u.a.) in Höhe von 11,27 Mio € getätigt. Investive Zuweisungen vom Land oder Bund flossen dazu in Höhe von 3,73 Mio. €.

In Folge der Investitionen steigt in der städtischen Bilanz das Anlagevermögen stetig an (Steigerung 2021 um 2,5 %). Allerdings müssen für die Maßnahmen überwiegend Kredite aufgenommen werden, so dass der Fremdkapitalanteil stärker ansteigt als das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote beträgt 32,4 % mit sinkender Tendenz.

Die Verschuldung der Stadt steigt dadurch ebenfalls an, sie beträgt zum 31.12.2021 insgesamt 80,55 Mio. €. Pro Einwohner belaufen sich die Verbindlichkeiten aus Investitionskrediten auf 3.665 €. Durch die positive Entwicklung der Bevölkerungszahl und insbesondere des Anteils jüngerer Bevölkerungsgruppen und Kinder ist der Aspekt der Investition in die Zukunft der Stadt besonders zu beachten. Die aufgenommenen Kredite werden weit überwiegend für Kinder und Schulen eingesetzt.



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