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Überraschende Entwicklung der Debatte um einen zweiten Standort der Feuerwehr Quickborn

Die Stadtverwaltung reagiert auf eine Pressemitteilung der FDP Quickborn

Der Ausschuss für kommunale Dienstleistungen hat sich am Dienstag dieser Woche mit dem geplanten Neubau einer Außenstelle der Feuerwache Quickborn im Stadtteil Heide befasst und für die Bereitstellung der für den Grunderwerb, die Planung und den Bau des Objektes benötigten Mittel votiert.

Zu diesem Tagesordnungspunkt hatte die FDP-Fraktion einen Antrag eingebracht, mit dem die Bürgermeister von Ellerau und Quickborn veran-lasst werden sollten, eine Kooperation der Feuerwehren zu organisieren. In der Begründung des Antrages heißt es unter anderem: „Hierbei müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, den Brandschutz mit den vorhandenen Standorten und Ausrüstungen herzustellen.“

Die nach der Beschlussfassung von der FDP-Fraktion veröffentlichte Presseinformation gibt leider den Sitzungsverlauf nicht korrekt wieder und stellt den Sachverhalt zum Teil unzutreffend dar. Daher nimmt die Verwaltung hierzu Stellung:

Die Feuerwehren Quickborn und Ellerau arbeiten im Bereich des Brandschutzes gemeindeübergreifend aktiv und reibungslos nach den Maßgaben des Brandschutzgesetzes zusammen. Einer Unterredung zwischen den Bürgermeistern bedarf es insofern grundsätzlich nicht.

Eine fachliche Erörterung zwischen den Wehrführungen und den Bürgermeistern der Nachbarkommunen wurde allerdings Anfang diesen Jahres eingehend darüber geführt, ob eine Verstärkung der Ellerauer Wache durch Quickborner Kameraden und / oder Fahrzeuge den Brandschutz in der Heide dauerhaft verlässlich sicherstellen kann. Zwar war bei allen Beteiligten die Bereitschaft vorhanden, in diesem Sinne das jeweils Mögliche beizutragen. Das Ergebnis dieses Gespräches war aber den-noch, dass große Teile der Heide, die Autobahn und insbesondere das Gewerbegebiet Nord nur mit einem weiteren Feuerwehrstandort in südöstlicher Lage zur Feuerwache Ellerau dauerhaft zuverlässig und nach den bestehenden hohen Ansprüchen versorgt werden können. Ansonsten verzögern räumliche und verkehrliche Gegebenheiten das Eintreffen der Einsatzkräfte am Einsatzort. Die AKN-Linie und zunehmende Verkehre verschärfen die Situation.

Der Quickborner Wehr gelingt es derzeit noch, ihre Fahrzeuge sehr schnell zu besetzen und von der Marktstraße aus an Einsatzorte im Stadtteil Heide zu gelangen. Dort trifft sie regelmäßig als erste Wehr ein. Probleme bereitet jedoch zunehmend die Tagesverfügbarkeit, da viele Kameraden aufgrund der Lage ihrer Arbeitsplätze die Feuerwache nicht in der gebotenen Zeit erreichen können. Durch den neuen Standort soll dieses Problem gemindert werden. Viele Kameraden arbeiten im Gewerbegebiet Nord und in der Heide.

Der Brandschutz ist derzeit noch durch die Schnelligkeit und Schlagkraft der Quickborner Wehr gewährleistet. Es gilt jetzt jedoch, die Wehr zukunftsfähig zu machen und die wachsende Bevölkerung sowie neues Gewerbe angemessen zu schützen.

Der für die Feuerwehr zuständige Fachbereichsleiter Volker Voß stellt fest: „Bürgermeister Köppl hat in der Sitzung am Dienstag ausgeführt, dass er gern mit Ellerau Gespräche führt, der neue Standort aber unabhängig vom Ergebnis der Gespräche erforderlich ist“.

In mehren Ausschusssitzungen wurde der Themenkomplex Brandschutz und Hilfsfristen ausführlich behandelt. Die Entscheidung haben sich die Beteiligten nicht leicht gemacht. Die in den Gesprächen vermittelten Sachinformationen haben sie mehrheitlich aber erkennen lassen, dass ein Neubau unweit der Autobahnanschlussstelle in fachlicher und feuerwehrtaktischer Hinsicht geboten ist.

Bürgermeister Köppl: „Ich werde die Quickborner Heide nicht im Stich lassen und die fachliche Expertise unserer Feuerwehr sehr ernst nehmen“.

Die FDP führt in Ihrem Antrag wörtlich aus: „Hierbei müssen alle Möglichkeiten genutzt werden den Brandschutz mit den vorhandenen Standorten und Ausrüstungen herzustellen.“ Dies ist die Ablehnung eines neuen Standortes und die Abkehr vom bisherigen politischen Konsens.

 
PM 208/2018
Quickborn, 15.11.2018
Ansprechpartner für diese Bürgerinfo: Herr Voß, Tel.: 04106/ 611-232