Bürgerbrief des Bürgermeisters Thomas Köppl zum Monat Februar 2021


Liebe Quickbornerinnen und Quickborner,

Corona und kein Ende in Sicht. Dass die Bewältigung der Corona-Pandemie ein Marathonlauf und kein Sprint sein würde, war uns durchaus bewusst. Was das in der Praxis aber tatsächlich bedeutet, erleben wir jetzt. Der Wunsch, endlich wieder etwas unternehmen zu können, ist bei allen groß und die Hoffnung, mit Impfungen eine schnelle Perspektive auf Rückkehr zur Normalität zu erhalten, hat sich noch nicht komplett bewahrheitet. Ich habe Verständnis für die allgemeine Corona-Müdigkeit und würde selbst gern wieder ins Kino oder lecker Essen gehen. Dennoch muss ich weiterhin um Geduld und die Einhaltung der Corona-Regeln bitten. Wir haben schon viel erreicht und die Impfstoffe zeigen Wirkung - also halten wir weiter durch. Sehen Sie dazu auch eine Videobotschaft des Bürgermeisters unter www.quickborn.de.

Der Kahlschlag des Waldes am Birkenweg beschäftigt uns weiterhin intensiv. Schutz und Entwicklung von Waldflächen sind in Quickborn enorm wichtig - gerade deshalb schmerzt dieser Verlust ungemein und die Fläche muss durch den Eigentümer unbedingt wieder aufgeforstet werden. Wie kann so etwas in Zukunft besser verhindert werden? Forstwirtschaft ist ein komplexes Thema und die gesetzlichen Vorgaben in der Durchführung nicht einfach zu handhaben. Die zuständigen Fachbehörden in Land und Kreis müssen mit Ansprechpartnern verlässlich zur Verfügung stehen. Auch sollten die gesetzlichen Regeln klar definieren, dass für eine Waldrodung eine Genehmigung erforderlich ist. Eine einfache Anzeige mit dem Hinweis auf Schädligsbefall bei der Forstbehörde reicht nicht aus. Hier ist das Land dringend gefordert. Auf der Homepage der Stadt Quickborn finden Sie dazu einen Bericht des NDR, der darüber berichtet hat.

Wegen der immer weiter zunehmenden Vermüllung rund um die Sammelcontainer am Famila-Parkplatz steht dieser Standort künftig nicht mehr zur Verfügung. Zuletzt standen hier 10 Container, die bis zu fünf Mal pro Woche geleert wurden. Danach musste oft ein LKW voll Müll unterschiedlichster Art zusätzlich entsorgt werden! Als Ersatz hat die GAB nun zwei Standorte an der Ulzburger Landstraße ins Auge gefasst, die Anfang März eingerichtet werden sollen. Ist es das Gefühl der Anonymität oder schlichtweg Bequemlichkeit, das Nutzende veranlasst, nicht nur Papier, sondern auch anderen Müll abzuladen? Und was ist so schwer, Kartons zu zerkleinern, bevor sie in den Container geworfen werden, damit sie nicht so viel Platz wegnehmen? Es ist traurig und beschämend, dass Container-Standorte zu Müllhalden verkommen. Auch zu diesem Thema nehme ich in meiner Videobotschaft auf der Quickborner Homepage Stellung.

Das Fehlen wichtiger Gewerbesteuereinnahmen macht die Aufstellung des nächsten Doppelhaushaltes extrem schwierig und die Stadt Quickborn muss vorübergehend zusätzliche Unterstützungsleistungen des Landes in Anspruch nehmen. Voraussetzung dafür sind Sparanstregungen und Einnahmesteigerungen. Auch geplante In-vestitionen müssen noch einmal auf den Prüfstand. Politik und Verwaltung prüfen derzeit sehr kritisch, welchen Maßnahmen Vorrang gegeben werden sollte und welche Einnahmesteigerungen möglich sind. Sehen Sie dazu ebenfalls die Videobotschaft des Bürgermeisters unter www.quickborn.de.

Ihr Bürgermeister
Thomas Köppl
 

Quickborn, 02.03.2021


Webseiten-ID: 16416