Grußwort von Bürgervorsteher Henning Meyn und Bürgermeister Thomas Köppl zum Jahreswechsel 2021/2022


Liebe Quickbornerinnen und Quickborner,

am Ende des zweiten Jahres in der Corona-Pandemie ist dieses Thema weiterhin allgegenwärtig. Deshalb muss auch unser aktuelles Grußwort zum Jahreswechsel darauf eingehen. Zwar haben wir jetzt Impfstoffe verfügbar und rd. 70 % der Bevölkerung in Deutschland sind derzeit vollständig geimpft, aber eine neuen Virusvariante und bislang nicht dagewesene Inzidenzzahlen sind sehr besorgniserregend. Hinzukommt, dass in Deutschland erstmals Intensivstationen in Krankenhäusern jenseits der Belastungsgrenze beansprucht werden und die Verlegung von Patienten in andere Kliniken notwendig ist. Das ist mit unserem Anspruch an eine moderne und leistungsstarke Gesellschaft schwer vereinbar. Wir müssen es leider sagen: Es sind bereits mehr als 100.000 Menschen an Corona oder mit einer Corona-Infektion in Deutschland gestorben. Weltweit sind es über 5,3 Millionen.


Impfen ist deshalb das Gebot der Stunde, das insbesondere alle diejenigen ansprechen muss, die sich bisher nicht dafür entscheiden konnten. Wir sind froh, dass genügend Impfstoff verfügbar ist und es freut uns sehr, dass es in Quickborn seit kurzem eine weitere zentrale Impfstelle im Kreis Pinneberg neben der Impfstelle in Prisdorf gibt. Schnell zu nutzende Angebote sind jetzt wichtig. Das ist auch der Grund, weshalb wir immer wieder den Sitzungstrakt des Rathauses für mobile Impfteams zur Verfügung gestellt haben und dies weiterhin tun werden. Ein weiteres wichtiges Angebot stellen die Teststationen dar. Sie haben es gesehen und vermutlich auch schon genutzt: Die Teststation an zentraler Stelle auf dem Rathausplatz ist wieder in Betrieb.

Wir appellieren an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger: Impfen schützt oder verhindert zumindest eine schwerwiegende Coronaerkrankung. Nur die Impfung der großen Mehrheit unserer Bevölkerung wird das Coronavirus zurückdrängen. Bitte helfen Sie mit, dass das gelingt.

Dennoch, es gab in diesem Jahr auch viele andere Themen, die uns bewegt haben. Wir wollen nur einige wenige davon an dieser Stelle ansprechen.

Frau Astrid Huemke hat für ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement die Freiherr vom Stein Verdienstnadel erhalten und wir konnten dies bei Einhaltung von Abstandsgeboten in einer kleinen Feier im Artur-Grenz-Saal würdigen. Das können wir hoffentlich auch bald für Bernd Kleinhapel. Wie jetzt schon bekannt wurde, wird auch er mit der Freiherr vom Stein Verdienstnadel ausgezeichnet. Und noch eine Ehrung müssen wir hier unbedingt benennen: Trutz Heggblum, der sich seit 60 Jahren aktiv und ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz engagiert, hat aus den Händen von Ministerpräsident Daniel Günther - stellvertretend für den Bundespräsidenten - die Bundesverdienstmedaille erhalten. Diese Ehrung findet sich auch in einem Video bei Youtube.

Die Verkehrsregelung auf der Brücke der Ulzburger Landstraße über die Autobahn A 7 bewegte und bewegt die Gemüter. Es liegt in der Natur der Sache, dass so schwierige Rahmenbedingungen bei jedem Lösungsansatz Befürworter und Kritiker gleichermaßen auf den Plan rufen. Die aktuelle Ampellösung hat inzwischen den Vorzug vor einer Einbahnstraßenregelung erhalten.

Die illegale Rodung am Birkenweg hat ebenfalls heftige Diskussionen hervorgerufen. Letztendlich muss der Eigentümer wieder aufforsten. Hierzu gibt es Vorgaben des Landes und die Unterstützung durch einen Bezirksförster der Landwirtschaftskammer in Schleswig-Holstein. Auch das Landeswaldgesetzt wurde inzwischen geändert. Wir können aber nicht verhehlen, dass wir uns von der Gesetzesänderung einen größeren Schritt erwartet hätten, um künftig illegalen Rodungen vorzubeugen. Es gibt in Teilbereichen weiterhin nur Anzeige- und nicht Genehmigungspflichten und die Aufgabe einer entsprechenden Kontrolle wird bei den Behörden vor Ort gesehen. Das wird weiterhin Missbrauch begünstigen.

Wir haben das neue Teehaus am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium eröffnet. Der Vorgänger war vor vier Jahren durch einen Brand zerstört worden. Wir freuen uns, dass dieser kommunikative Ort jetzt wieder das Schulleben bereichert.

Und auch der Wertstoffhof an der Güttloh ist in Betrieb gegangen. Nach rd. 2 Jahren der Planung hat die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung des Kreises Pinneberg damit auf einem Grundstück der Stadt die Möglichkeit geschaffen, dass hier eine Vielzahl von Abfällen, z.B. auch Grünabfälle, entsorgt werden können. Ein guter Bürgerservice.

Wir haben kürzlich der Geschichtswerkstatt der VHS das Fotoarchiv von Herbert Lau zur Nutzung und Auswertung übergeben können. Herbert Lau hat über Jahrzehnte u.a. auch in Quickborn Ereignisse und Personen im Bild dokumentiert und diese einzigartige Sammlung jetzt der Stadt Quickborn übereignet. Wir dürfen gespannt sein, welche neuen Dokumentationen die Geschichtswerkstatt jetzt damit erstellen kann.

Wie in jedem Jahr gilt unser besonderer Dank den Vereinen und Verbänden, der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei, den Stadtwerken, den Einrichtungen der Verwaltung und allen Bürgerinnen und Bürgern, die trotz erheblicher Belastungen ihrer Arbeit bzw. ihren Aufgaben nachgekommen sind.

Mit diesem Grußwort verbinden wir die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie und wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr. Bleiben Sie gesund, lassen Sie sich impfen und helfen Sie mit, auch anderen Menschen die Gesundheit zu sichern.

Ihr Bürgervorsteher
Henning Meyn

hr Bürgermeister
Thomas Köppl


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