Großer Schritt für Quickborn Heide


PM 2019-171

Sanierung des Altbaus der Waldschule wird zurückgestellt - Neubau kommt. Geld steht bereit und Förderung ist gesichert

In einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Bildung Kultur und Freizeit sowie des Ausschusses für kommunale Dienstleistungen konnte am Dienstag ein großer Schritt für Quickborn Heide erreicht werden. Bürgermeister Thomas Köppl: "das gemeinsame Beraten und Entscheiden zum Wohle unserer Schulkinder in der Quickborner Heide ist ein gutes Beispiel dafür, dass Politik und Verwaltung handlungsfähig sind. Der Maßnahmenumfang wurde reduziert. Die Kosten entsprechen den bereitstehenden Haushaltsmitteln".

In den letzten zwei Wochen wurde die Planung der Grundschule Waldschule mit entsprechenden Kostenberechnungen der Fachplaner und Architekten hinter-legt. Dabei zeigte sich, dass aufgrund der Baupreisentwicklung und auch der Auflagen aus dem Denkmalschutz sowie der Gefahrenstoffsanierung die ermittelten Kosten weit über den vorhandenen Haushaltsmitteln liegen. Dies hätte ein Scheitern der Gesamtmaßnahme bedeuten können, zumal auch die Befürchtung vorlag, dass man aus der Schulbauförderung fällt.

Die Verwaltung hat die Maßnahme jedoch bis zur politschen Beratung weitergeführt und auch die Kostenberechnungen werden zur Zeit von einem Architekten geprüft, um sie bei der Förderstelle, im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, einzureichen.

Die Investitionsbank Schleswig Holstein, die die Förderung verwaltet, wurde dahingehend befragt, ob eine Verringerung des Maßnahmenumfanges zu einem Verlust des Zuschusses führen würde. Innerhalb von wenigen Tagen wurde nach Abstimmung mit dem Ministerium der Stadt Quickborn mitgeteilt, dass eine auf den Neubau reduzierte bauliche Veränderung ebenfalls förderfähig wäre.

Mit dieser neuen Entwicklung war zunächst nicht zu rechnen.

Diese eindeutige und sehr schnelle Aussage aus dem Ministerium führte zu einer von den drei Fraktionen CDU, SPD und Grüne sowie der Stadtverwaltung entwickelten und gemeinsam getragenen Lösung, den Neubau der Grundschule Waldschule zu errichten und die Sanierung des Altbaus zurückzustellen. Die FDP konnte sich diesem Vorschlag nicht anschließen und hielt eine umfangreiche Prüfung von Alternativen bei Verzicht auf den Landeszuschuss für erforderlich. Köppl: "Damit würden wir die Waldschule bildungspolitisch abhängen".

Die Lösung, jetzt den 1. Bauabschnitt des Neubaues zu errichten, führt dazu, dass neben der Mittagsverpflegung in einer Mensa und der Realisierung der Pausenhalle die Schulkinder auch noch vier Klassenräume erhalten und somit die Enge des bestehenden Schulbaus deutlich verringert wird. Die zeitnah notwendigen Maßnahmen im Altbau werden ebenfalls durchgeführt. Die Schulleitung und auch der an der gemeinsamen Sitzung teilnehmende Elternvertreter sind mit der erarbeiteten Lösung zufrieden.

Die drei beteiligten Fraktionen und die Stadtverwaltung sind sich sicher, dass dadurch der "zentrale" Ort in Quickborn Heide eine erhebliche Aufwertung erreicht. Der Dank gilt neben den Vertretern aus der Politik auch dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und der Investitionsbank, die diese gemeinsame Entscheidung erst möglich gemacht haben.

Die Stadtverwaltung wird nun in einem sehr strammen Zeitplan die Maßnahme des Neubaus durchführen. Der Bau muss einschließlich des Bauantrages und der Änderung der städtebaulichen Voraussetzungen bis zum März 2022 abgerechnet sein.

 
PM 171/2019 | Quickborn, 19.09.2019