Finanzielle Lage der Stadt Quickborn


Das Haushaltsjahr 2020 ist abgeschlossen, die finanzielle Lage der Stadt Quickborn wurde analysiert und ausführlich im Lagebericht 2020 dargestellt.

Wer sich dafür interessiert, wie sich die finanzielle Situation tatsächlich entwickelt hat und welche weitere Entwicklung in den nächsten Jahren zu erwarten ist, kann sich eingehend darüber im Lagebericht 2020 informieren. Wer nur einige Fakten erfahren möchte, kann sich hier einen Überblick verschaffen:

Das Jahresergebnis 2020 weist ein Defizit in Höhe von 1.766.696,64 € aus.

Ursächlich sind erhebliche Mindererträge in Höhe von 6,27 Mio. €. Besonderen Anteil daran hat zum einen der strukturelle Einbruch der Gewerbesteuererträge um 9,8 Mio. €, zum anderen der pandemiebedingte Rückgang der Einkommensteueranteile um 1,4 Mio. €.

Es wurden pandemiebedingt Gewerbesteuerausfälle in Höhe von 1,4 Mio. € durch das Land ausgeglichen.


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Bei den Aufwendungen wurden Einsparungen erzielt, die die Mindererträge teilweise kompensieren konnten. Die größten Aufwandspositionen für die Stadt Quickborn sind die Transferaufwendungen (Umlagen an Land und Kreis sowie Kitazuschüsse) mit 37,16% (21,36 Mio. €), gefolgt von den Personalaufwendungen mit 29,12 % (16,74 Mio. €) und den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen mit 13,27% (7,63 Mio. €). Der Anteil der Abschreibungen steigt stetig in Folge der aktiven Investitionstätigkeit (9,67 %, 5,56 Mio. €), der Zinsaufwand ging in Folge der günstigen Kreditkonditionen am Kreditmarkt zurück (2,06 %, 1,23 Mio. €).

Es wurden Investitionen insbesondere an Schulen (Gebäude und Digitalisierung) und beim Infrastrukturvermögen (Straßen und Kanäle, Glasfaserleitungsnetz u.a.) in Höhe von 11,16 Mio € getätigt. Investive Zuweisungen vom Land oder Bund flossen dazu in Höhe von 0,6 Mio. €.

In Folge der Investitionen steigt in der städtischen Bilanz das Anlagevermögen stetig an (Steigerung 2020 um 7 %). Allerdings müssen für die Maßnahmen überwiegend Kredite aufgenommen werden, so dass der Fremdkapitalanteil stärker ansteigt als das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote beträgt 32 % mit sinkender Tendenz.


Die Verschuldung der Stadt steigt dadurch ebenfalls an, sie beträgt zum 31.12.2020 insgesamt 78,36 Mio. €. Pro Einwohner belaufen sich die Verbindlichkeiten aus Investitionskrediten auf 3.618 €. Durch die positive Entwicklung der Bevölkerungszahl und insbesondere des Anteils jüngerer Bevölkerungsgruppen und Kinder ist der Aspekt der Investition in die Zukunft der Stadt besonders zu beachten. Die aufgenommenen Kredite werden weit überwiegend für Kinder und Schulen eingesetzt. 


Bürgerinformation vom 08.07.2021