5. Sachstandsbericht von Bürgermeister Thomas Köppl zum Umgang mit der Corona-Krise


Sachstandsbericht Corona V

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben setzte ich die Reihe der Sachstandsberichte zur Situation bzw. den getroffenen Maßnahmen in Quickborn fort, um Sie umfassend zu informieren. Auch dieses Schreiben schließt an die vorangegangenen Berichte an. Fortlaufende Verfahren bzw. Maßnahmen, die seit Beginn dieser besonderen Situation aktiv sind, werden ggf. nicht erneut angesprochen.

Ich bitte insbesondere um Ihr Verständnis, dass ich mit diesem Schreiben noch nicht auf die jetzt kommenden Veränderungen eingehen kann. Nach der gestrigen Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten und den danach kommunizierten Sachverhalten beginnt heute mit Hochdruck die Phase der organisatorischen Umsetzung. Dass die kurzfristig notwendige Regelung der schon nächste Woche anstehenden Veränderungen auch für alle Kommunalverwaltungen eine enorme Herausforderung darstellt, ist u.a. den vorangegangenen Berichten zu entnehmen.

  • Der Fachbereich Öffentliche Sicherheit hat auch in der zurückliegenden Woche seine Kontroll- und Beratungstätigkeit zu den vielfältigen Aspekten der geltenden Landesverordnung und der geltenden Allgemeinverfügungungen über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des SARS-CoV-2 –Virus fortgesetzt. Kontrolleinsätze im Himmelmoor fanden auch an allen Tagen des langen Osterwochenendes statt. An den gesperrten Zuwegungen in das Naherholungsgebiet wurde weiterhin darauf geachtet, dass nur Berechtigte mit Kraftfahrzeugen einfahren. Trotz der für das Osterwochenende gelockerten Regelungen zu Familientreffen blieb das Aufkommen von Spaziergänger-Gruppen erfreulicherweise ausgesprochen niedrig. Die bereits etablierten Streifengänge und -fahrten wurden ebenfalls fortgesetzt.
  • Die Quickborner Schulen nutzen eine digitale Kommunikationsplattform. Der IT-Zweckverband kommunit (er hat im Februar für die Stadt Quickborn die Aufgabe der Schul-IT übernommen) hat den Quickborner Schulen in Zusammenarbeit mit der Firma IServ (IServ betreibt für rd. 1,48 Millionen Nutzer an mehr als 2.450 Schulen mit rd. 144.000 Rechnern eine digitale Lernplattform) aus Braunschweig eine digitale Kommunikationsplattform kostenlos und unverbindlich bis zu den Sommerferien zur Verfügung gestellt. Damit besteht für die Schulen die Möglichkeit, die Kommunikationsabläufe und den Datentransfer trotz Schulschließungen fortzuführen. Mit dem virtuellen IServ werden insbesondere folgende Module zur Verfügung gestellt:
    • E-Mail und Messenger
    • Dateien und Aufgaben
    • Foren und Termine

In Quickborn haben sich zwischenzeitlich nahezu alle gut 200 Lehrkräfte auf der Plattform angemeldet. Damit konnten ideale Voraussetzungen für die Lehrer – Lehrer Kommunikation geschaffen werden.

Im nächsten Schritt beziehen die Schulen die Schülerschaft ein. Die Comenius-Schule Quickborn hat sich auf die Abschlussklassen konzentriert und diese Jugendlichen in das System eingebunden. Das Dietrich-Bonhoeffer Gymnasiums wird nach den Osterferien die Module in die digitale Unterrichtsgestaltung einbeziehen; bis jetzt haben sich 82 % der Schülerschaft eingebunden. Das Elsensee-Gymnasium hat seine Vorbereitungen ebenfalls gestartet.

  • Sämtliche Bestände der Stadt Quickborn an Schutzausrüstung (insbesondere Masken, Desinfektionsmittel, Schutzanzüge und Einmalhandschuhe) wurden erfasst und an den Kreis Pinneberg gemeldet. Die Ermittlung dieser Ressourcen soll dazu beitragen, eine insgesamt ausreichende Versorgung aller Einsatzkräfte im Kreisgebiet zu organisieren.
  • Für die Kolleginnen und Kollegen auf dem Bauhof wurde der Schichtbetrieb im bisherigen 2 – Tage – Rhythmus zunächst bis zum 3. Mai verlängert. Solange wird auf dem Bauhof weiterhin an 7 Tagen in der Woche gearbeitet.
  • Im Bereich „Baumaßnahmen“ läuft der Regelbetrieb im Rahmen der Einschränkungen weitestgehend weiter.
  • Der Einwohnerservice hat die Möglichkeiten zur Aufgabenerledigung ohne persönlichen Rathauskontakt weiter intensiviert und auf der Homepage insbesondere unter Bürgerservice dargestellt. Die dortigen Regelungen sind praktisch und dem Aspekt der Vermeidung von Publikumsverkehr geschuldet.
  • Es gibt viele positive Rückmeldungen zu den Informations- und Hilfsangebotsschreiben an Jugendliche, junge Erwachsene und Senioren. Auch sehr viel Lob zu den umfanreichen Informationen auf der Homepage der Stadt Quickborn sowie zum Newsletter erreicht die Stadtverwaltung.
  • Vorstellungsgespräche per Videoschaltung werden erfolgreich geführt. Dieses Instrument funktioniert auch für andere Anlässe inzwischen routiniert.
  • Eheschließungen: Bisher haben alle Brautpaare für die Situation Verständnis und bedanken sich, dass die Ehe geschlossen werden konnte.
  • Die Fachbereiche der Stadtverwaltung sind mit elektronischen Fieberthermometern ausgestattet worden. Alle Beschäftigten prüfen zu Dienstbeginnt ihre Temperatur. Wer 37,5 Grad Celsius überschreitet, muss den Dienst verlassen.
  • Aktivitäten der VHS: Stand per 15. April: über 520 MuNaMa´s – Mund- und Nasen-Masken an Einrichtungen im Gesundheitsbereich in und um Quickborn verteilt.
    Kostenlose Live-Stream-Angebote.
    Kostenloses Angebot „Digital-Coaching für Seniorinnen und Senioren“: SO GEHT SKYPEN!, eine kostenlose Einführung (per Telefon) in die Welt der „Live-Treffen übers Internet“.
  • Soweit verfügbar, werden schon jetzt Stoffmasken an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgehändigt. Die Materialbeschaffung (Masken, Desinfektionsmittel, Handschuhe) bleibt generell ein großes Problem.
  • Absage des Bürgerforums Radverkehrskonzept am 30.04.2020.
  • Vorbereitung von Online-Beteiligungsverfahren mittels der nutzerfreundlichen Bauleitplanungs-Beteiligungsplattform „BOB-SH“ wird bearbeitet.

 

Mit freundlichen Grüßen

gez.
Thomas Köppl
Bürgermeister