Die Stadt Quickborn baut ihre Vorsorge für Krisen und allgemeine Notlagen weiter aus. Mit der Anschaffung eines mobilen Stromerzeugers steht der Stadt seit Ende letzten Jahres eine leistungsfähige Notstromversorgung zur Verfügung, die im Ernstfall zentrale Einrichtungen wie das Rathaus oder Notfall-Infopunkte zuverlässig mit Strom versorgen kann.
Der mobile Stromerzeuger verfügt über eine Leistung von 100 kVA und ist mit einem 8,5 Meter hohen Lichtmast ausgestattet. Er kann flexibel eingesetzt werden, etwa bei einem großflächigen Stromausfall oder anderen Krisensituationen, in denen die reguläre Energieversorgung nicht zur Verfügung steht. Die Anschaffungskosten für das Aggregat betrugen gut 150.000 Euro.
Das Aggregat ist am 13. Dezember 2025 geliefert worden. Noch am selben Tag wurden die zuständigen Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, Gerätewarte der Feuerwehr sowie Feuerwehrkameradinnen und -kameraden mit elektrotechnischer Fachqualifikation umfassend in das Gerät eingewiesen. Im Anschluss erfolgte ein Einspeisetest am Rathaus – mit Erfolg. Damit ist sichergestellt, dass das Verwaltungsgebäude im Krisenfall auf eine externe Stromversorgung umgestellt werden kann und arbeitsfähig bleibt.
Notstromversorgung als zentraler Baustein der kommunalen Krisenvorsorge
Der Stromerzeuger ist ein zentraler Baustein im Krisenmanagement der Stadt Quickborn. Gerade bei länger andauernden Stromausfällen gewinnen Notfall-Infopunkte an Bedeutung. Sie dienen der Bevölkerung als Anlaufstellen für verlässliche Informationen, zum Aufladen wichtiger Geräte oder zur kurzfristigen Unterstützung. Das Rathaus ist dabei als erste Anlaufstelle vorgesehen, weitere Standorte können bei Bedarf hinzukommen.
Außerhalb von Krisenlagen nutzt die Feuerwehr Quickborn das multifunktionale Aggregat für Einsätze und Übungen. Der integrierte Lichtmast sorgt dabei für eine sichere Ausleuchtung von Einsatzstellen und erhöht die Einsatzfähigkeit bei Dunkelheit deutlich.
„Für mich bedeutet Krisenmanagement, dass wir vorbereitet sind“, unterstreicht Bürgermeister Thomas Beckmann die Bedeutung der Investition. „Wir handeln nicht erst dann, wenn wir dazu gezwungen sind, wir handeln proaktiv – bevor etwas passiert. Die weltweiten politischen Spannungen, die Folgen des Klimawandels und zunehmende Extremwetterereignisse zeigen deutlich, wie wichtig ein funktionierender Bevölkerungsschutz und ein professionelles Krisenmanagement heute sind. Krisen sind keine theoretischen Szenarien mehr, sondern reale Herausforderungen, auf die Kommunen vorbereitet sein müssen.“
Die Stadt Quickborn nimmt diese Verantwortung ernst und beschäftigt sich intensiv mit dem Thema. Dazu gehören der Aufbau und die kontinuierliche Weiterentwicklung eines städtischen Krisenstabs, enge und regelmäßige Abstimmungen mit dem Katastrophenschutz des Kreises Pinneberg sowie dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Darüber hinaus investiert die Stadt gezielt in Schulungen und Fortbildungen: Zahlreiche Mitarbeitende der Verwaltung, darunter auch Führungskräfte, werden umfassend für Krisenlagen qualifiziert.
„Unser Ziel ist es, im Ernstfall schnell, koordiniert und handlungsfähig zu sein – zum Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger“, so Beckmann weiter. „Der mobile Stromerzeuger ist dafür ein wichtiger Baustein in einem ganzen System von Vorsorgemaßnahmen.“
Untergebracht ist der mobile Stromerzeuger am neuen Feuerwehrstandort in Quickborn-Heide. Die moderne Feuerwache wurde am 17. Januar 2026 offiziell eröffnet und bietet optimale Voraussetzungen für eine enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und städtischem Krisenmanagement.
Quickborn, 28.01.2026


