Die Stadt Quickborn treibt den Abbau des seit Jahrzehnten bestehenden Investitionsstaus in ihrer Infrastruktur konsequent weiter voran. Mit den geplanten grundlegenden Sanierungsmaßnahmen der Dorotheenstraße und des Dorotheenrings steht eine der umfangreichsten Straßenbaumaßnahmen der kommenden Jahre bevor. Ziel ist es, die Verkehrsflächen und die darunterliegende Infrastruktur nachhaltig zu erneuern und zugleich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
Der bauliche Zustand der Dorotheenstraße und des Dorotheenrings ist insgesamt als stark sanierungsbedürftig einzustufen. Die Fahrbahnen weisen erhebliche Unebenheiten, Risse und Schlaglöcher auf. Eine im Jahr 2025 durchgeführte Kamerabefahrung der Schmutz- und Regenwasserkanäle hat zudem einen hohen unterirdischen Sanierungsbedarf bestätigt. Vor diesem Hintergrund ist ein grundlegender Umbau der beiden Straßenzüge zwingend erforderlich. Die grundlegende Infrastruktursanierung passt dabei genau in das städtische Prinzip, Straßen erst dann zu erneuern, wenn auch die unterirdische Infrastruktur in einem guten Zustand ist. So wird vermieden, dass neu ausgebaute Straßen in kurzer Zeit erneut aufgegraben werden müssen.
Neben der baulichen Erneuerung steht die Anpassung an den Klimawandel im Mittelpunkt der Planung. Im Rahmen der Maßnahme sind unter anderem der Bau von unterirdischen Speicherräumen, Baumstandorte mit Rigolen, eine verbesserte Regenwasserableitung und -rückhaltung sowie die Reduzierung versiegelter Flächen vorgesehen. Durch die gezielte Anordnung von Straßenbäumen soll zudem die stadtklimatische Wirkung des Straßenraums verbessert werden. Insgesamt trägt der Umbau dazu bei, die Schmutz- und Regenwasserinfrastruktur zu stärken und eine Verunreinigung des Grundwassers zu verhindern.
Parallel zum Straßen- und Kanalbau erneuern die Stadtwerke Quickborn die Versorgungsleitungen für Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation.
Am 16. März 2026 informiert die Stadt die betroffenen Eigentümerinnen, Eigentümer sowie Anliegerinnen und Anlieger im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Artur-Grenz-Saal ab 18 Uhr ausführlich über den Ablauf und die Inhalte der Maßnahme. Dabei werden auch die geplanten klimaanpassenden Elemente erläutert. Das Ausschreibungsverfahren befindet sich derzeit in Vorbereitung; der Baubeginn ist abhängig vom Verlauf und Abschluss dieses Verfahrens.
Straßenausbaubeiträge: Sanierung ohne zusätzliche finanzielle Belastung der Anliegerinnen und Anlieger geplant

Für die Maßnahme an Dorotheenstraße und Dorotheenring sollen keine Straßenausbaubeiträge anfallen, obwohl diese aktuell noch erhoben werden. Hintergrund ist, dass die Fertigstellung der umfangreichen Sanierungsarbeiten nicht mehr im Jahr 2026 erfolgen wird – und ab 2027 keine entsprechenden Beiträge mehr anfallen sollen. Hierauf hatten sich die Fraktionen zuletzt im September 2025 verständigt. Voraussetzung ist ein entsprechender Beschluss der Quickborner Ratsversammlung.
„Es ist wichtig, dass dringend notwendige Investitionen in unsere Infrastruktur nicht zu einer finanziellen Belastung für die Bürgerinnen und Bürger werden“, betont Quickborns Bürgermeister Thomas Beckmann. „Der Abbau des Investitionsstaus ist eine gesamtstädtische Aufgabe und muss solidarisch getragen werden. Die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge sorgt für mehr Fairness und schafft Planungssicherheit für die Menschen, die hier leben.“
Quickborn, 23.02.2026

