Kamelle fliegen durch die Luft, Kinder sammeln die süßen Wurfgeschosse am Straßenrand ein, Musik zieht durch die Straßen und ein bunt geschmückter Wagen folgt dem nächsten: Beim großen Schützenumzug hat sich Quickborn am Sonntag einmal mehr von seiner wohl farbenfrohsten Seite gezeigt. Im Jubiläumsjahr war die Stimmung eine ganz besondere – schließlich feiert die Stadt in diesem Jahr 50 Jahre Eulen- und Schützenfest.
Zehn Schützenvereine waren beim großen Umzug vertreten, dazu mehr als 20 Quickborner Vereine und Institutionen. Mit Musik begleiteten die Jugend Brassband Quickborn, der Spielmannszug TuS Esingen und – nach vielen Jahren erstmals wieder – der Spielmannszug Klein Nordende-Lieth den langen Tross durch die Stadt. Am Straßenrand warteten zahlreiche Quickborner und Gäste, während von den Wagen kiloweise Kamelle, Popcorn und kleine Überraschungen verteilt wurden.
Dass dieser Umzug auch nach fünf Jahrzehnten Menschen unterschiedlichster Generationen zusammenbringt, zeigte sich an vielen Stellen. Mit dabei waren Schützen aus der Region und darüber hinaus. Eine besonders weite Anreise hatte der Schützenverein Unterlüß aus der Region Celle, der in diesem Jahr selbst sein 75-jähriges Bestehen feiert.
Bürgermeister Thomas Beckmann begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Start und dankte insbesondere dem gastgebenden Schützenverein Quickborn-Renzel von 1928 sowie allen, die den Festumzug möglich gemacht hatten. „50 Jahre Eulen- und Schützenfest wären ohne dieses ehrenamtliche Engagement nicht möglich“, betonte Beckmann. Sein Dank galt allen, die organisieren, planen, aufbauen, musizieren, marschieren, absperren und im Hintergrund dafür sorgen, dass Quickborn gemeinsam feiern kann.
Wie viele Generationen der Schützenverein verbindet, machen zwei besondere Zahlen deutlich: Ehrenmitglied Dietmar Spethmann trat genau in dem Jahr in den Verein ein, in dem das erste Eulenfest gefeiert wurde. Das älteste Vereinsmitglied Traute Kern wurde erst vor wenigen Tagen 100 Jahre alt. Der Schützenverein Quickborn-Renzel selbst zählt heute rund 400 Mitglieder.
Nach dem Umzug ging das Jubiläumsfest im Festzelt auf dem Rathausplatz weiter. Dort stand mit der Königsproklamation ein weiterer traditionsreicher Moment des Tages an. Bürgervorsteherin Annabell Krämer brachte auf den Punkt, was das Eulen- und Schützenfest seit einem halben Jahrhundert prägt: Traditionen blieben lebendig, wenn Menschen sie nicht nur bewahrten, sondern immer wieder mit neuem Leben füllten.
Genau davon gab es an diesem Sonntag reichlich zu sehen: Menschen am Straßenrand und auf den Wagen, Musik, Vereinsleben, Ehrenamt und ganz viel gemeinsames Feiern – mitten in Quickborn.
Die Stadt Quickborn gratuliert allen bei der Königsproklamation gekürten Königinnen und Königen, Ritterinnen und Rittern und wünscht eine schöne und unvergessliche Amtszeit.

Gut gerüstet für den Festumzug: Bürgervorsteherin Annabell Krämer und Bürgermeister Thomas Beckmann am mit Kamelle gefüllten Bollerwagen der Stadt Quickborn

Persönliche Begrüßung vor dem Start: Gemeinsam mit Bürgervorsteherin Annabell Krämer und Bürgermeister Thomas Beckmann schreiten die Vorstandsmitglieder des Schützenvereins Quickborn-Renzel von 1928 die Umzugsbeteiligten ab

Mittendrin im Jubiläumsumzug: Bürgervorsteherin Annabell Krämer und Bürgermeister Thomas Beckmann ziehen gemeinsam mit den Vereinen und Institutionen durch Quickborn

Die neue Schützenkönigsrotte: Schützenkönig Phillip Spethmann (von rechts) mit 1. Ritterin Romy Spethmann, 2. Ritter Jörn Kohlstrunk und Präsident Ralph Nolte

Glückwünsche für den Nachwuchs: Präsident Ralph Nolte (links) und Birgit Bruhn (rechts) gratulieren Jugendkönig Frederik Bruckmann (2. von rechts) und seinem 1. Ritter Jannes Voß

Begegnung im Festzelt: CDU-Landtagskandidatin Jennifer Drews (von links), CDU-Bundestagsabgeordneter Daniel Kölbl und Bürgermeister Thomas Beckmann beim Eulen- und Schützenfest im Rathausfestzelt
Pressemitteilung vom 15.09.2026