Das Wetter spielte den Organisatoren nicht gerade in die Hände. Ständig zogen Regenschauer über Quickborn. Doch den Oldtimerfans brachte das keinen Abbruch. Rund 170 Oldtimer fuhren am Tag des Denkmals ins Himmelmoor. Dazu kamen rund 2000 Besucher.
Es war das fünfte Oldtimertreffen im Himmelmoor, das ursprünglich mal gar nicht als Oldtimertreffen gedacht war. „Es ist eigentlich der Tag des Denkmals. Um mehr Gäste zu uns zu holen, haben wir damals gesagt, dass Oldtimer auf dem Betriebshof kostenlos parken können“, erklärt Dan Zelck, Organisator des Oldtimertreffens und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Torfbahn Himmelmoor. Im ersten Jahr kamen acht Oldtimer. Die Aktion sprach sich herum und entwickelte sich zu einem richtigen Treffen. Im zweiten Jahr kamen 30 alte Fahrzeuge, im vergangenen Jahr waren es 270.
„Dieses Jahr sind es zwar wieder deutlich weniger, aber dass trotz des Wetters so viele Autoliebhaber ihre Schätze herausgeholt haben, freut uns sehr. Wir haben mit viel weniger Gästen gerechnet“, erklärt Dan Zelck. Der Ansturm war so groß, dass schon um 15 Uhr alle Bratwürste ausverkauft waren. Am Waffelstand haben die Bäcker und Bäckerinnen insgesamt 17 Kilogramm Mehl verbraucht.
Ein Gast kam sogar aus Flensburg angefahren und ein anderer Gast traute sich mit seinem Ford Tudor Sedan aus den 1930er Jahren ins Himmelmoor. Bürgermeister Thomas Beckmann freute das ganz besonders. „Es ist immer wieder eine Freude, sich die alten Autos anzusehen“, sagte er.
Der Liebhaber Bernadus Waldvogel aus Henstedt-Ulzburg war mit seinem Triumph Spitfire 1500 nach Quickborn gekommen. Das Auto hat er bereits seit 1980 und er ist erst der zweite Besitzer. „Mit diesem Auto unterwegs zu sein, ist wie mit dem Motorrad zu fahren - nur sicherer“, erklärt er mit einem Lachen. „Mit offenem Verdeck und ohne jeglichen Fahrkomfort gibt das Auto einem ein reales Gefühl für die Geschwindigkeit.“ Noch dazu komme, dass das Auto nicht in die Werkstatt muss, sondern noch alles selbst repariert werden kann. „Spitfire ist wie ein Legobaukasten. Man kann alles auseinander und wieder zusammenbauen“, sagt Bernadus Waldvogel.
Während etliche Gäste zwischen den alten Autos herumschlenderten und fachsimpelten, nutzten einige auch die Chance mit der alten Torfbahn ins Himmelmoor zu fahren. Auf den 20-minütigen Torfguckerfahrten stellten die Vereinsmitglieder der Arbeitsgemeinschaft das Moor vor. Auch das Henri-Goldstein-Haus sowie die ehemaligen Gefängnishäuser auf dem Betriebshof öffneten die Türen und Interessierte konnten die historische Nissenhütte und die original erhaltene alte Werkstatt ansehen.
Neu in diesem Jahr war der Parkplatz für die Gäste. Während in den vergangenen Jahren die Besucher und Besucherinnen ihre Autos am Straßenrand parken mussten, stand dieses Mal eine Wiese vom Reitbauernhof Schulze zur Verfügung. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Wiese nutzen durften. Das hat uns einiges erleichtert“, sagt Dan Zelck.

Organisator Dan Zelck und Bürgermeister Thomas Beckmann freuten sich, dass auch der Ford Tudor Sedan aus den 1930er ins Himmelmoor gekommen ist

Der Mercedes-Benz 220 W 187 ist gerade frisch lackiert worden und strahlte im Himmelmoor in seinem vollen Glanz
Pressemitteilung vom 15.09.2026