Düfte aus verschiedenen Ländern ziehen über den Kirchplatz, auf der Bühne läuft Musik, an langen Tischen kommen Menschen miteinander ins Gespräch und mittendrin wird probiert, gelacht und gefeiert. Seit mehr als vier Jahrzehnten steht das Quickborner Ausländerfest für genau dieses Miteinander.
Am Samstag, 26. September, wird rund um die katholische Kirche St. Marien zum 43. Mal gemeinsam gefeiert.
Was 1983 auf Initiative von Pfarrer Heinrich Hülsmann begann, gehört längst zu den großen Festtraditionen der Stadt. Damals sollte das Fest vor allem Menschen zusammenbringen, die aus anderen Ländern nach Quickborn gekommen waren, um hier zu arbeiten und zu leben. Heute sind viele Nationen in der Stadt zu Hause. Der ursprüngliche Name „Ausländerfest“ ist geblieben – ebenso wie die Botschaft, die das Fest seit seinen Anfängen trägt: In der Kirche gibt es keine Fremden.
Nach vielen Jahren gibt es diesmal auch einen Wechsel hinter den Kulissen. Renate Butler, die das Fest über lange Zeit ehrenamtlich organisiert und geprägt hat, hat den Staffelstab an Michael Malewski übergeben. Gemeinsam mit einem großen Team Ehrenamtlicher möchte er Bewährtes erhalten und zugleich neue Impulse setzen. „Wir freuen uns sehr, dass die Organisation des Festes gesichert ist. Gemeinsam mit vielen engagierten Menschen wollen wir Bewährtes erhalten und zugleich neue, einladende Akzente setzen“, sagt Malewski.
Und die lassen sich in diesem Jahr auch kulinarisch entdecken: Wenn um 14 Uhr unter Glockengeläut die Stände öffnen, warten Spezialitäten aus zahlreichen Ländern auf die Besucher. Erstmals sind auch die Niederlande und Portugal vertreten. Auf der Bühne sorgt unter der bewährten Regie von Stefan Schwiederski ein abwechslungsreiches Musikprogramm von Rock bis Bigband für Stimmung. Erst um 22 Uhr läuten die Kirchenglocken traditionell das Ende des Festes ein.
Eigentlich beginnt das internationale Wochenende sogar schon einen Abend früher: Am Freitag, 25. September, laden die „Boys in Green“, die Fußballmannschaft der katholischen Kirchengemeinde, in der Heidkamphalle zu ihrer internationalen „Weltmeisterschaft“ ein. Auch neue Freizeitkicker sind willkommen.
Der Samstag startet um 13 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst in St. Marien. Eine Stunde später beginnt das bunte Treiben auf dem Kirchplatz am Kurzen Kamp. Die Erlöse des Festes kommen auch diesmal gemeinnützigen Zwecken zugute: in diesem Jahr werden damit Projekte in Afrika unterstützt.
So ist das Ausländerfest nach 43 Jahren weit mehr als eine Quickborner Tradition. Es ist ein Fest der Begegnung und ein lebendiges Zeichen dafür, wie selbstverständlich Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander feiern können.
Bildinformation: Symbolfoto (erstellt mit ChatGPT)
Pressemitteilung vom 16.09.2026