Ein Satz - und schon ist Schäferhündin Enya im Wasser. Während sich die eine Wasserratte ohne Zögern ins Becken stürzt, wird nebenan erst einmal vorsichtig geprüft: eine Pfote hinein, schnell wieder zurück. Andere Hunde stehen lieber am Rand, trinken einen Schluck und entscheiden dann, dass die große Liegewiese und die neuen vierbeinigen Bekanntschaften doch mindestens genauso spannend sind.
Beim Hundeschwimmen am Sonnabend, 26. September, hatten die Fellnasen das Freibad Quickborn fest in der Pfote. Zwischen 10 und 14 Uhr kamen 150 Hunde und 248 Zweibeiner zum tierischen Saisonabschluss. Vom Chihuahua bis zum Schäferhund, vom Pudel über Border Collies und Labradore bis zum Pitbull war nahezu jede Größe und Temperamentslage vertreten. Einige schwammen ausdauernd ihre Runden, andere tauchten begeistert nach Spielzeug und manche beobachteten das Treiben lieber aus sicherer Entfernung.
„Genau diese Mischung macht das Hundeschwimmen aus“, sagt Badleiter Sascha Holtzmann. „Jeder Hund darf hier so sein, wie er ist. Der eine liebt das Wasser, der nächste eben die Wiese.“
Wichtig war Bürgermeister Thomas Beckmann, dass der Eintritt an diesem besonderen Tag frei blieb. Statt eines festen Eintrittspreises konnten die Besucherinnen und Besucher freiwillig für den guten Zweck spenden. Am Ende lagen 140 Euro in der Spendenbox, die nun an den Tierschutz Henstedt-Ulzburg e.V. gehen.
Für Holtzmann ist diese Unterstützung eine Herzensangelegenheit. Er selbst hat Tiere aus dem Tierheim aufgenommen und hatte den Verein deshalb bewusst zum Hundeschwimmen eingeladen. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Tierarztpraxis AniCura Quickborn sowie von „Das Futterhaus“ aus Elmshorn waren vor Ort und begleiteten den tierischen Saisonabschluss.
„Dass so viele Menschen mit ihren Hunden gekommen sind und gleichzeitig freiwillig etwas für Tiere tun, die noch kein eigenes Zuhause haben, ist ein schöner Abschluss dieser Freibadsaison“, sagt Bürgermeister Thomas Beckmann. „Mein Dank gilt Sascha Holtzmann und seinem gesamten Team, dem Tierschutz Henstedt-Ulzburg, AniCura Quickborn und dem Futterhaus für ihr Engagement – und natürlich allen Zwei- und Vierbeinern, die diesen Tag mit Leben gefüllt haben.“
Mit dem Hundeschwimmen endet zugleich eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison für das Freibad Quickborn. Mehr als 65.000 Besucherinnen und Besucher kamen 2026 ins Kultbad. Der stärkste einzelne Tag war der Familientag mit rund 2.500 Gästen. Das sommerliche Wetter trug seinen Teil zu diesem starken Ergebnis bei.
Mindestens ebenso wichtig ist für Holtzmann jedoch die erfreuliche Bilanz abseits der Besucherzahlen: Die Saison verlief rundum ruhig – ohne Diebstahl, ohne Polizeieinsatz und vor allem ohne Ertrinkungsfall. Für Holtzmann und seine Kolleginnen und Kollegen, die teilweise auch Erfahrungen aus Hamburger Bädern und dem ARRIBA Erlebnisbad mitbringen, ist das alles andere als selbstverständlich und spricht für unsere gute Stadtgemeinschaft.
Familienfreundlich, friedlich und mit vielen schönen Begegnungen – so geht das Freibad nun in die Winterpause. Und wenn es nach Sascha Holtzmann und seinem Team geht, darf 2027 gerne genauso weitergehen.
Bildunterschrift: Schwimmer oder Nichtschwimmer? Beim Hundeschwimmen im Quickborner Freibad spielte das an diesem Tag keine große Rolle. Zum Saisonabschluss gehörte das Becken den Vierbeinern und die machten sich mit viel Neugier und sichtlichem Vergnügen auf ins kühle Nass (Quelle: Stadt Quickborn)
Pressemitteilung vom 30.09.2026