Wenn Quickborn schläft, startet die Logistik: Wirtschaftsförderung zu Gast bei Friedrich Lange

Bis 20 Uhr bestellt – am nächsten Morgen liegt das Material auf der Baustelle. Wenn andernorts langsam Ruhe einkehrt, nimmt im Zentrallager von Friedrich Lange an der Pascalstraße die Logistik noch einmal richtig Fahrt auf.

Bei einem Unternehmensbesuch erhielten die Quickborner Wirtschaftsförderinnen Linda Vogt-Gröncke und Anke Fischer von Mollard von Geschäftsführer Christian Lange und Gesamtlogistikleiter Dirk Hack einen Blick hinter die Kulissen des traditionsreichen Familienunternehmens.


PM 332 B2 Wirtschaftsförderung zu Gast bei Friedrich Lange

Dreh- und Angelpunkt der Logistik liegt in Quickborn

Rund 4.000 Warenpositionen werden im Quickborner Zentrallager täglich für den Versand zusammengestellt. 22 Fahrer sorgen anschließend dafür, dass Sanitär-, Heizungs- und Gebäudetechnik dort ankommt, wo sie am nächsten Morgen gebraucht wird. Gegen 23 Uhr starten die Lastwagen ihre Touren. Dahinter stehen präzise abgestimmte Abläufe, moderne Lagertechnik und viel Erfahrung.

Quickborn spielt dabei eine zentrale Rolle im Unternehmen: Friedrich Lange betreibt sein Zentrallager seit 2013 in der Stadt. Bereits 2021 wurde der Standort aufgrund des Unternehmenswachstums erweitert. Heute umfasst die Lagerfläche rund 14.000 Quadratmeter.

Der 1909 gegründete Fachgroßhändler wird in vierter Generation geführt und verbindet Tradition mit modernem Unternehmertum. Mehr als 330 Mitarbeitende gehören zum Unternehmen, das neben Badausstellungen in Hamburg, Kiel, Itzehoe und Schwerin über zahlreiche Abholstandorte im Norden verfügt.

Auch die Digitalisierung ist längst Teil des Geschäftsmodells. Rund 35 Prozent des Umsatzes werden nach Angaben des Unternehmens inzwischen digital erzielt. Gleichzeitig bleibt die Nähe zum Fachhandwerk ein wesentlicher Bestandteil des Familienunternehmens.


Vom Blick ins Lager zum Blick in die Zukunft

Beim Rundgang ging es deshalb nicht nur um das, was heute bereits funktioniert. Christian Lange, Dirk Hack und die Wirtschaftsförderinnen schauten gemeinsam nach vorn: Welche Möglichkeiten gibt es für eine weitere Entwicklung des Quickborner Standortes? Welche Voraussetzungen braucht eine zunehmende Elektrifizierung der Lkw-Flotte? Und wie können auch künftig genügend qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Lager und Transport gewonnen werden?

„Für uns ist der Austausch mit der Stadt wichtig. Gerade wenn es um die weitere Entwicklung unseres Standorts geht, ist es hilfreich, frühzeitig miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam nach passenden Lösungen zu suchen“, sagt Geschäftsführer Christian Lange.

Gerade solche konkreten Fragen machen die regelmäßigen Unternehmensbesuche für die Stadt Quickborn besonders wertvoll. Die Wirtschaftsförderung versteht sich als Bindeglied zwischen Unternehmen und Verwaltung. Ziel ist es, frühzeitig zu erfahren, wo Betriebe investieren, wachsen oder vor Herausforderungen stehen und anschließend möglichst schnell die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zusammenzubringen.

„Der Blick hinter die Kulissen zeigt oft viel besser als Zahlen und Gespräche am Telefon, was einen Standort und ein Unternehmen ausmacht“, sagt Wirtschaftsförderin Linda Vogt-Gröncke.

Der Besuch bei Friedrich Lange zeigte dabei, welche Bedeutung ein Quickborner Unternehmensstandort weit über die Stadtgrenzen hinaus haben kann: Wenn am nächsten Morgen irgendwo im Norden ein Handwerksbetrieb seine Arbeit mit dem richtigen Material beginnen kann, hat ein wichtiger Teil der Reise oft schon Stunden zuvor in Quickborn begonnen.

Bildunterschrift: Ein Blick hinter die Kulissen eines wichtigen Logistikstandortes: Anke Fischer von Mollard, Wirtschaftsförderung der Stadt Quickborn, Geschäftsführer Christian Lange, Gesamtlogistikleiter Dirk Hack und Wirtschaftsförderin Linda Vogt-Gröncke (von links) beim Unternehmensbesuch bei Friedrich Lange (Quelle: Stadt Quickborn)

  
Pressemitteilung vom 06.10.2026