140 Grad heißer Asphalt, aufsteigender Dampf und tonnenschwere Walzen, die sich Meter für Meter vorarbeiten: Auf dem Harksheider Weg an der Autobahnbrücke über die A7 herrscht in dieser Woche Hochbetrieb. Ein großer Asphaltfertiger bringt die neue Fahrbahndecke auf, Walzen verdichten das Material unmittelbar danach. Was vor Ort innerhalb weniger Tage geschieht, hat einen monatelangen Planungsvorlauf.
Seit April bereitet der Fachbereich Tiefbau die Sanierung vor. Schäden wurden bewertet, notwendige Arbeiten mit möglichen Maßnahmen an Leitungen und Kanälen abgestimmt und die Leistungen ausgeschrieben. Seit Montag, 2. November, ist der Harksheider Weg zwischen Kugelfang und Kurzer Weg deshalb voll gesperrt. Bis Freitag, 6. November, werden rund 3.455 Quadratmeter Fahrbahn erneuert. Betroffen sind die Zufahrtsbereiche auf beiden Seiten der Autobahnbrücke mit einer Gesamtlänge von ca. 750 Metern, nicht die Brücke selbst.
Die Umleitung führt über die Feldbehnstraße. Auch bei der Buslinie 594 kommt es zu Änderungen. Die Erreichbarkeit der betroffenen Grundstücke zu Fuß sowie die Zufahrt für Rettungsdienste und Müllabfuhr bleiben gewährleistet.
Die Fahrbahn hatte sich in den vergangenen Jahren stellenweise abgesenkt. Die entstandenen Unebenheiten beeinträchtigten zunehmend die Verkehrssicherheit. Aus Sicherheitsgründen musste die Stadt deshalb die zulässige Geschwindigkeit auf 30 km/h reduzieren. Mit der Sanierung werden die Schäden beseitigt. Sobald die Straße wieder freigegeben ist, gilt dort innerorts wieder Tempo 50. Spätestens ab Samstag, 7. November, soll der Verkehr ungehindert rollen.
Dafür wird die bisherige Asphaltdecke sechs Zentimeter tief abgefräst und durch einen neuen Aufbau ersetzt. Auf eine zwei Zentimeter starke spannungsabbauende Zwischenschicht folgt eine vier Zentimeter dicke Asphaltdeckschicht. Ein Brechsand-Splitt-Gemisch sorgt für eine rund 33-prozentige Aufhellung der Fahrbahn und verbessert die Sichtbarkeit bei Dunkelheit. Am Freitag stehen noch Randarbeiten, Markierungen und letzte Nacharbeiten an.
Die Arbeiten sind Teil des städtischen Asphaltprogramms, für das Quickborn 2026 rund 1,5 Millionen Euro aufwendet. Insgesamt werden etwa 15.000 Quadratmeter Fahrbahn saniert. Die Kosten für die aktuelle Sanierung am Harksheider Weg belaufen sich auf rund 350.000 Euro. Doch welche Straße wann an die Reihe kommt, entscheidet sich nicht allein am sichtbaren Zustand der Oberfläche.
Der Fachbereich Tiefbau kontrolliert und dokumentiert das Straßennetz regelmäßig, unter anderem mit Videoaufnahmen. Auch Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern fließen in die Bewertung ein.
Entscheidend ist dabei immer auch der Zustand unter der Fahrbahn. Leitungen, Kanäle und mögliche weitere Arbeiten werden frühzeitig berücksichtigt, damit frisch sanierte Straßen nicht kurze Zeit später erneut aufgerissen werden müssen.
„Wir wollen unsere Mittel gezielt und nachhaltig einsetzen. Deshalb schauen wir nicht nur auf die Oberfläche, sondern stimmen notwendige Arbeiten frühzeitig miteinander ab. Die Verbesserungen im Stadtbild werden inzwischen auch von Bürgerinnen und Bürgern positiv wahrgenommen“, betont Bürgermeister Thomas Beckmann.
Der wachsende Sanierungsbedarf hat die Stadt Quickborn in den vergangenen Jahren veranlasst, ihre Investitionen in die Straßenunterhaltung deutlich zu erhöhen. Auch angesichts der notwendigen Haushaltskonsolidierung bleibt der Erhalt einer sicheren und leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur eine wichtige Aufgabe.
Nach dem Harksheider Weg stehen im November noch die Himmelmoorchaussee und die Klaus-Groth-Straße auf dem Programm. Auch 2027 soll die Sanierung des Straßennetzes fortgesetzt werden. Vorgesehen sind Investitionen von ca. 1.000.000 Euro für rund 10.000 Quadratmeter Fahrbahn.
Die Stadt Quickborn bittet für die verbleibenden Tage um Verständnis für die vorübergehenden Verkehrseinschränkungen.

Schweres Gerät im Einsatz: Ein Asphaltfertiger und eine Walze bringen auf dem Harksheider Weg die neue Fahrbahndecke auf. Insgesamt werden rund 3.455 Quadratmeter Fahrbahn saniert. (Quelle: Stadt Quickborn)

Ungewöhnlicher Perspektivwechsel: Bürgermeister Thomas Beckmann (links) und Joonah Maximus Schulz, Auszubildender im ersten Lehrjahr, verschaffen sich auf dem großen Asphaltfertiger einen Eindruck von den Sanierungsarbeiten. (Quelle: Stadt Quickborn)

Präzisionsarbeit am Straßenrand: Der Asphaltfertiger verteilt das heiße Mischgut gleichmäßig auf der Fahrbahn. Die Arbeiter kontrollieren den Einbau und sorgen für saubere Übergänge. (Quelle: Stadt Quickborn)
(Die Fotos können honorarfrei unter Angabe der genannten Quelle verwendet werden.)
Pressemitteilung vom 05.11.2026