Golf-Club An der Pinnau erneut mit Gold für Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Gold glänzt nicht nur auf dem Siegerpodest. Beim Golf-Club An der Pinnau steht die höchste Auszeichnung für etwas ganz anderes: für Artenvielfalt, nachhaltige Platzpflege und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Am Dienstag, 3. November, wurde der Club erneut mit Gold im Qualitäts- und Umweltprogramm „Golf & Natur“ des Deutschen Golf Verbandes (DGV) zertifiziert. Ein Erfolg, der weit über den Golfsport hinausreicht. Bürgermeister Thomas Beckmann nahm die Einladung des Vereins, bei der Zertifizierung anwesend zu sein, gern an und gratulierte zur erneuten Auszeichnung.

Seit 2007 beteiligt sich der Golf-Club an dem bundesweiten Programm, seit 2011 trägt er durchgehend die höchste Zertifizierungsstufe. Auditor Dr. Gunther Hardt, Mitinitiator von „Golf & Natur“ und ausgewiesener Experte für Biodiversität auf Golfanlagen, hob bei seinem Besuch die ökologische Bedeutung solcher Flächen hervor. „Wir sind ein Biodiversitäts-Hotspot von Quickborn“, brachte er das Potenzial der Anlage auf den Punkt.

Ein Lebensraum weit über die Fairways hinaus

Wer bei einem Golfplatz ausschließlich an kurz geschnittenen Rasen denkt, übersieht eine erstaunliche Vielfalt an Lebensräumen. Auf den rund 110 Hektar des Golf-Clubs An der Pinnau wechseln sich Knicks, Teiche, Feuchtbiotope, Magerflächen und Streuobstwiesen ab. Hier finden Störche, Schwäne, Gänse und Enten ebenso ihren Platz wie Frösche, Eidechsen und zahlreiche Insektenarten. Ein wertvolles Rückzugsgebiet für Tiere und Pflanzen mitten in Quickborn.

Nur ein kleiner Teil einer Golfanlage wird besonders intensiv gepflegt: Im bundesweiten Durchschnitt entfallen rund drei Prozent auf Grüns und Abschläge. An der Pinnau werden nach Angaben des Clubs rund 65 Prozent der Gesamtfläche extensiv genutzt. Was früher teilweise landwirtschaftlich bewirtschaftete Fläche war, bietet heute unterschiedlichsten Tier- und Pflanzenarten Rückzugsräume.

Golf sei längst kein elitärer Sport mehr für wenige, sondern ein Vereinsangebot, das Menschen zusammenbringe und zugleich Verantwortung für seine Umgebung übernehme, betonte Vereinsvorsitzender Uwe Watteroth.

Für den Club mit seinen rund 1.600 Mitgliedern ist das Engagement längst fester Bestandteil des Vereinslebens. Bereits 2015 wurde der Umweltgedanke in der Satzung verankert. „Golf & Natur“ umfasst dabei weit mehr als Arten- und Landschaftsschutz: Auch Gewässerschutz, nachhaltige Bewirtschaftung, Arbeitssicherheit und eine systematische Dokumentation gehören zu den Anforderungen.

Gemeinsame Ideen für Quickborn

Im Gespräch mit Bürgermeister Thomas Beckmann machte Uwe Watteroth zudem deutlich, dass sich der Club eine noch engere Verbindung mit der Stadt wünscht.

Gemeinsam wurden mögliche Schnittstellen und Projekte ausgelotet. Dazu gehören die weitere ökologische Aufwertung von Flächen, die Vernetzung von Lebensräumen und Perspektiven für eine Zusammenarbeit im Naturschutz. Auch die Frage, ob sich geeignete Flächen künftig für anerkannte ökologische Ausgleichsmaßnahmen entwickeln lassen, wurde angesprochen. Entsprechende Modelle setzen eine fachliche und rechtliche Prüfung voraus.

„Der Golf-Club An der Pinnau zeigt eindrucksvoll, wie Sport, Natur- und Umweltschutz sowie ehrenamtliches Engagement Hand in Hand gehen können. Die langjährige Gold-Zertifizierung verdient große Anerkennung. Ich freue mich über den offenen Austausch und die Bereitschaft, gemeinsam weitere Ideen für Quickborn zu entwickeln“, betonte Bürgermeister Thomas Beckmann.

Gold ist Teamarbeit

Hinter der erneuten Auszeichnung stehen viele Jahre kontinuierlicher Arbeit. Maßgeblich vorbereitet wurde die Re-Zertifizierung von Head-Greenkeeper Jörn Stratmann und seinem Team gemeinsam mit Platzobmann André Möllgaard. Unterstützt werden sie vom Vorstand, der Clubverwaltung und ehrenamtlich Engagierten im Naturschutz.

Und die Entwicklung geht weiter: Zusätzliche Biotopstrukturen, ein besserer Verbund bestehender Lebensräume und ein nachhaltiger Umgang mit Wasser gehören zu den langfristigen Zielen des Clubs.

Die erneute Gold-Auszeichnung ist damit nicht nur eine Bestätigung des bisher Erreichten. Sie ist zugleich Ansporn, die Verbindung von Golfsport und Naturschutz weiterzuentwickeln – und möglicherweise auch neue gemeinsame Wege mit der Stadt Quickborn zu gehen.


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Gold für gelebten Natur- und Umweltschutz: Der Golf-Club An der Pinnau freut sich über die erneute Gold-Zertifizierung im Programm „Golf & Natur“ des Deutschen Golf Verbandes. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Beckmann präsentieren die Beteiligten die Auszeichnung. Von links: Julian Kleinheisterkamp (Geschäftsführer), Larisa Stahl (Clubmanagerin), Dr. Gunther Hardt (Auditor DGV), Thomas Beckmann, Jörn Stratmann (Head-Greenkeeper), Uwe Watteroth (1. Vorsitzender), André Möllgaard (Vorstand Platz), Tobias Schaft (Stellv. Head-Greenkeeper). (Quelle: Stadt Quickborn)

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Im Gespräch über Artenvielfalt und gemeinsame Zukunftsperspektiven: Bürgermeister Thomas Beckmann (links) tauscht sich mit Dr. Gunther Hardt, Auditor des Deutschen Golf Verbandes und Mitinitiator des Programms „Golf & Natur“, über die ökologische Bedeutung von Golfanlagen und mögliche Kooperationen aus. (Quelle: Stadt Quickborn)


(Die Fotos können honorarfrei unter Angabe der genannten Quelle verwendet werden.)

Pressemitteilung vom 05.11.2026