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Bildungsministerin Dorit Stenke im Himmelmoor zu Besuch


Lokführerin war sie noch nie, erklärte Dr. Dorit Stenke, Bildungsministerin in Schleswig-Holstein, bei ihrem Besuch im Quickborner Himmelmoor. Das hat sich nun geändert. Dan Zelck, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Torfbahn Himmelmoor, ließ sie ans Steuer der alten Diesellok.


Dan Zelck, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Torfbahn Himmelmoor, Dr. Dorit Stenke, Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Thomas Beckmann, Bürgermeister der Stadt Quickborn, Jens-Olaf Nuckel, Vorsitzender des Vereins Henri-Goldstein-Haus, und Christiana Lefebvre, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Henri-Goldstein-Haus

Auf ihrer Sommertour machte Dorit Stenke in Quickborn Halt, um sich das Himmelmoor und die Gedenkstätten anzusehen. Es war das erste Mal, dass die Ministerin hier zu Besuch war. Zuerst zeigten die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder, die sich um das Areal kümmern, der Ministerin die Gedenkstätten und erklärten, unter welchen Bedingungen die Gefangenen hier während und nach den beiden Weltkriegen gelebt haben. Anschließend ging es mit der Torfbahn durchs Moor.

Schnell wurde der Bildungsministerin klar, wie wichtig das Areal als außerschulischer Lernort ist. „Mir ist es ein großes Anliegen hier zu sein“, sagte sie und ergänzte in Bezug auf die Gedenkstätten: „Es wird immer schwieriger jenseits dieser Erinnerungsorte an die NS-Zeit zu erinnern. Die Zeitzeugen werden weniger.“

Besonders am Himmelmoor ist das Zusammenspiel aus Natur, Klimaschutz, Geschichte und Technik. Das ziehe viele Gäste an, erklärte Bürgermeister Thomas Beckmann. „Die Besucherinnen und Besucher kommen wegen der Torfbahn und bleiben wegen der Gedenkstätten“, sagte er.


Die Stadt Quickborn möchte die Gedenkstätten und das Himmelmoor gemeinsam mit den Vereinen vor Ort weiter ausbauen und zu einem Museumsareal entwickeln. Künftig könnte es hier verschiedene Ausstellungen, Bildungsangebote und kleinere Veranstaltungen geben. Um das umsetzen zu können, laufen aktuell eine Machbarkeitsstudie und eine umfassende Potenzialanalyse. Untersucht werden unter anderem Nutzungsmöglichkeiten, Besucherströme, touristische Einbindung sowie organisatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Herbst vorgestellt. Erst dann ist klar, was ein solcher Ausbau kosten würde.

„Am besten wäre es, wenn es hier jemanden gibt, der hauptamtlich arbeitet und sich täglich um das Areal hier kümmern könnte“, erklärte Jens-Olaf Nuckel, Vorsitzender des Vereins Henri-Goldstein-Haus gegenüber der Ministerin. Auch ein Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr würde es für Besucherinnen und Besucher erleichtern zum Himmelmoor zu kommen. Aktuell müssen Gäste privat mit dem Auto oder Fahrrad anreisen. Ebenso fehlen öffentliche Toiletten und ein Trinkwasseranschluss.

Dorit Stenke machte klar, dass sie den Ausbau des Areals unterstützenswert findet. „Gerade bei solchen Projekten haben wir den Ministerpräsidenten auf unserer Seite. Er ist ein sehr großer Streiter für die Demokratie“, sagte sie. Die Bildungsministerin versprach, die Ideen mit nach Kiel zu nehmen und mit den Verantwortlichen im Himmelmoor weiter in Kontakt zu bleiben.

Quickborn, 07.08.2026


PM 209 B3 Bildungsministerin Dorit Stenke im Himmelmoor zu Besuch
PM 209 B4 Bildungsministerin Dorit Stenke im Himmelmoor zu Besuch

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