Beim Anklicken der Sprachfunktion wird eine Verbindung mit Google hergestellt und Ihre personenbezogenen Daten werden an Google weitergeleitet!

Wenn Worte fehlen, helfen Bilder: Quickborn schafft Spielflächen für alle


„Willst du mit mir spielen?“, „Ich brauche Hilfe“ oder „Ich möchte schaukeln“: Was viele Kinder einfach aussprechen können, ist für andere nicht selbstverständlich. Die neue Kommunikationstafel auf der Spielfläche Große Marienhöhe arbeitet deshalb mit leicht verständlichen Symbolen und Bildern. Kinder können auf diese zeigen und sich so auch ohne gesprochene Sprache verständigen.

Davon profitieren unter anderem Kinder mit Sprach- oder Hörbeeinträchtigungen, Kinder, die noch nicht lesen können, aber auch Kinder, die wenig oder kein Deutsch sprechen. Die Tafel schafft damit eine niedrigschwellige Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu kommen. Denn gemeinsames Spielen beginnt dort, wo Kinder einander verstehen können.

Eine Besonderheit in Quickborn ist die Verbindung zweier Funktionen: Die Kommunikationstafel kann gleichzeitig als Kreidetafel genutzt werden. Eine kleine Kiste mit Kreide ist direkt der Tafel verfügbar. So wird aus einem Hilfsmittel zur Verständigung zugleich eine weitere Möglichkeit, gemeinsam kreativ zu werden.

„Inklusion bedeutet, dass möglichst alle Kinder selbstverständlich miteinander spielen können. Die Stadt Quickborn hat sich auf den Weg gemacht, die Spielflächen Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Das hier ist kein Endpunkt, sondern ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagt Bürgermeister Thomas Beckmann.

Auf der Großen Marienhöhe ist in den vergangenen Monaten bereits einiges passiert. Eine neue Inklusionsschaukel ermöglicht Kindern mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen gemeinsames Schaukeln. Unter ihr wurde ein befahrbarer Fallschutz eingebaut. Auch ein sogenannter Tangositz gehört inzwischen zur Ausstattung. Er ermöglicht es zwei Kindern, sich beim Schaukeln gegenüberzusitzen.

Weitere Verbesserungen sind bereits geplant. Noch in diesem Jahr soll befahrbarer Fallschutz auch am Kletterhaus und an der großen inklusiven Rutsche eingebaut werden. Für 2027 ist zudem ein neues Spielangebot an der Matschanlage vorgesehen. Eine gepflasterte Fläche soll es dann beispielsweise Kindern im Rollstuhl ermöglichen, direkt an das Spielgerät heranzufahren und mitzumatschen.

Dabei bedeutet Inklusion ausdrücklich nicht, jeden Bereich einer Spielfläche mit Geräten auszustatten. Auch die große Grünfläche auf der Großen Marienhöhe bleibt erhalten. Sie bietet Raum zum Rennen, Toben, Ballspielen oder für eigene Spielideen – denn eine inklusive Spielfläche soll möglichst vielen unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden.

Die Entwicklung beschränkt sich nicht auf die Große Marienhöhe. Tangositze gibt es inzwischen auch auf weiteren Quickborner Spielflächen, unter anderem am Prophetensee, in der Heinrich-Heine-Straße und in der Marie-Curie-Straße. Am Prophetensee wurden ebenfalls eine Kommunikationstafel sowie ein neues inklusives Spielgerät installiert.

An der Umsetzung auf der Großen Marienhöhe waren neben der Stadtjugendpflege mit Diana Gotthard auch Christian Glißmann und Steve Lorenz vom Bauhof beteiligt. Das Ziel bleibt dabei so einfach wie wichtig: Spielflächen zu schaffen, auf denen Verschiedenheit kein Hindernis ist – und Kinder miteinander spielen können, unabhängig davon, wie sie sprechen, sich bewegen oder miteinander kommunizieren.



   
Pressemitteilung vom 02.09.2026


Webseiten-ID: 30748