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Mehr als 200 Gäste: Familiensamstag bringt Leben in die Stadtbücherei


Spinnen, Einhörner und Pikachu waren heiß begehrt. Vor dem Tisch von Ballonkünstlerin Elli Schick bildete sich am Samstag in der Stadtbücherei Quickborn eine lange Schlange. Kaum war eine Figur fertig, wartete schon das nächste Kind. Mehr als 200 Besucherinnen und Besucher waren beim Familiensamstag zum Tag der Bibliotheken bereits gezählt, als die Veranstaltung noch in vollem Gange war.

Ein paar Schritte weiter wechselte Spider-Man den Besitzer. Ein Mädchen hatte sich bei der Puzzletauschbörse für einen Sonnenuntergang entschieden und dafür sein bisheriges Motiv eingetauscht. Rund 20 Puzzles standen zur Auswahl, darunter besonders gefragte Disney-Motive. Mitarbeiterin Noelle Griesbach betreute die Aktion, die aus einer Idee entstanden ist, die in der Bücherei längst ihren festen Platz hat: An einem großen Gemeinschaftstisch liegt immer ein Puzzle bereit. Wer vorbeikommt, kann sich dazusetzen und ein paar Teile ergänzen. Bei einfachen Motiven entsteht so innerhalb von ein bis zwei Wochen ein fertiges Bild. Schwierige Puzzles mit bis zu 2.000 Teilen beschäftigen die Besucherinnen und Besucher auch schon einmal einen Monat.

Zwischen Bücherregalen und gemütlichen Sitzplätzen wurde derweil gebastelt, gespielt und geschmökert. Am Kreativtisch entstanden Lesezeichen mit bunten Perlen und Halloween-Motiven. Bei den XXL-Spielen aus der Spiel-i-othek versuchten sich Kinder und Erwachsene an Geschicklichkeit und Geduld.

Auch Bürgermeister Thomas Beckmann machte mit: Gemeinsam mit Büchereileiterin Elisabeth Baumann und ihrer Stellvertreterin Kerstin Kranz brachte er einen Jenga-Turm zum Einsturz.

Seit der Neugestaltung im Januar 2025 nutzt das Team der Stadtbücherei die offenen, flexibel eingerichteten Räume für immer neue Angebote. Unter der Leitung von Elisabeth Baumann und mit Unterstützung von Kerstin Kranz entstehen Veranstaltungen, die weit über die klassische Medienausleihe hinausgehen. Zuletzt bot die Lange Nacht der Demokratie Gelegenheit für Austausch und Beteiligung. Der Familiensamstag brachte nun wieder zahlreiche Generationen an einen Ort, an dem Bücher, Spiele und Begegnungen nebeneinander Platz haben.

Elisabeth Baumann beobachtet, dass die unterschiedlichen Formate zunehmend angenommen werden. Auch Bürgermeister Thomas Beckmann machte sich beim Familiensamstag ein Bild davon, wie vielfältig die Stadtbücherei inzwischen genutzt wird.

Die Entwicklung knüpft an das Konzept des „Dritten Ortes“ an: Die Bücherei soll neben Zuhause und Arbeitsplatz ein öffentlich zugänglicher Treffpunkt sein, an dem Menschen lesen, lernen, spielen oder einfach Zeit verbringen können. Diesen Gedanken greift auch das geplante Projekt TO HUUS an der Bahnhofstraße auf. Dort könnten die Stadtbücherei, zusätzliche Lern- und Arbeitsbereiche sowie Räume für Kultur, Veranstaltungen und Begegnungen künftig unter einem Dach zusammenkommen. Die Planungen dafür werden weiterentwickelt – mit dem Ziel, noch mehr Raum für die vielfältigen Angebote und das Miteinander der Generationen zu schaffen.



(Die Fotos können honorarfrei unter Angabe der genannten Quelle verwendet werden.)

Pressemitteilung vom 28.10.2026


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