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Am Montag, den 23.03.2026, hat sich die Ratsversammlung in öffentlicher Sitzung mit großer Mehrheit für den Bebauungsplan Nr. 116 „Parkquartier Quickborn“ ausgesprochen und den formalen Aufstellungsbeschluss gefasst.
Offene Fragestellungen zur geplanten Erschließung und den verkehrlichen Auswirkungen sowie zu erwartenden Lärmemissionen und weiteren planungsrelevanten Themenfeldern werden im Laufe des Planverfahrens gutachterlich aufgearbeitet und beantwortet. Die Öffentlichkeit hat im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens mehrmals die Möglichkeit, ihre Belange einzubringen und zu der Planung Stellung zu nehmen. Hierzu wird die Stadt rechtzeitig informieren.
Ziel des Bauleitplanverfahrens ist die Schaffung planungsrechtlicher Voraussetzungen für ein modernes und nachhaltig konzipiertes, sozial durchmischtes innerstädtisches Wohnquartier auf den Flächen der im Volksmund genannten Ostermann’schen Wiese.
Zusätzlich wird der Erhalt der vorhandenen Bestandsbebauung (Scheune) als Bestandteil einer gemischt genutzten lebendigen Quartiersmitte sowie die Schaffung einer hohen Aufenthaltsqualität im Quartier durch identitätsstiftende Architektur in Kombination mit einer durchgehenden „Grünen Mitte“ als Freiraumzone angestrebt.
Das Plangebiet mit einer Größe von ca. 2,4 ha, befindet sich in einer städtebaulich prominenten Lage am westlichen Ortseingang der zentralen Quickborner Ortslage. Als Eingangstor entlang der Marktstraße kommt dieser Fläche und einer potenziellen zukünftigen Bebauung eine hohe städtebauliche Bedeutung zu.
Das Bebauungskonzept zeichnet sich vor allem durch eine zeitgemäße Architektur und die Verwendung natürlicher Materialien aus. Der zu verwendende modulare Holzbau mit Klinkersockelgeschossen sorgt im Einklang mit dem ebenfalls in Holz gehaltenen Freiflächenmobiliar für ein stimmiges Quartiersbild. Unterschiedliche Gebäude- und Wohntypen sorgen für ein vielfältiges Wohnraumangebot. Zum gegenwärtigen Konzeptstand sind 138 Wohneinheiten mit Wohnungsgrößen zwischen 40 und 125 qm vorgesehen. Zusätzlich 22 Mikro-Apartments für Kurz- und Langzeitmiete am zentralen Quartiersplatz. Zum jetzigen Verfahrensstand sind 10 Prozent des Wohnungsbestandes als öffentlich geförderter Wohnraum geplant. Hierdurch und durch das weitere Wohnraumangebot wird ein Wohnungsmix gewährleistet, der für Jung und Alt sowie unterschiedliche Einkommensgruppen attraktiv ist.
Der Quartiersplatz ist das Herzstück des Parkquartiers und verbindet das Alte mit dem Neuen. Eingerahmt durch einen Neubau und die fest eingeplante Bestandsscheune wird der Platz zu einem multifunktionalen Treffpunkt für Gastronomie, Veranstaltungen, Co-Working und gemeinschaftliche Aktivitäten umgestaltet und bildet den sozialen und kulturellen Mittelpunkt des Quartiers. Um den zentralen Platz werden kleinere Gewerbeeinheiten zur Stärkung der quartiersinternen Infrastruktur vorgesehen.
Das Freiraum- und Landschaftskonzept schafft eine hohe Aufenthaltsqualität mit entsprechend hoher Biodiversität. Die vorgesehenen Grünflächen schaffen in Kombination mit dem Baumbestand ein optimiertes Mikroklima innerhalb des Quartiers und sorgen für ausreichend Verschattung.
Das Energiekonzept stützt sich zu großen Teilen auf PV-Anlagen die sowohl auf Dachflächen und als Pergolaaufbauten sowie auf Fassadenteilen der Parkpalette vorgesehen sind. Darüber hinaus wird das Quartier über Fernwärme versorgt. Zusätzlich ist eine Regenwasserspeicherung als Teil eines Schwammstadtansatzes vorgesehen.
Die verkehrliche Erschließung des Plangebietes erfolgt hauptsächlich über die Marktstraße. Weitere Erschließungsmöglichkeiten ergeben sich untergeordnet über die Gärtnerstraße und die Pinneberger Straße. Bis auf diese äußere Erschließung wird das Projekt autofrei geplant. Der anfallende Stellplatz- und Mobilitätsbedarf wird über einen quartierseigenen Mobility Hub, zwei Tiefgaragen und eine oberirdische Stellplatzfläche gedeckt. Insgesamt sind zum jetzigen Planungsstand 350 Stellplätze vorgesehen.
Pressemitteilung vom 26.03.2026
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