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Am 6. Mai 2026 um 12 Uhr eröffnet die Stadt Quickborn den neu gestalteten Börnplatz im Bereich der Einmündung Schulstraße/Harksheider Weg. Im Mittelpunkt der feierlichen Einweihung steht der neue Brunnen, der als zentrales Gestaltungselement an die historische Viehtränke erinnert, die der Stadt einst ihren Namen gegeben hat. Mit der Neugestaltung ist ein neuer Aufenthalts- und Begegnungsort im Stadtgebiet entstanden, der historische Bezüge sichtbar macht und zugleich einen modernen, ruhig gestalteten Platz für die Öffentlichkeit bietet.
Der Börnplatz geht auf eine natürliche Bodensenke zurück – vermutlich einen sogenannten Erdfall –, die bereits im Mittelalter als Viehtränke („Börn“) genutzt wurde. Das „Quick“, ein althochdeutscher Begriff für lebendiges Vieh, wurde hier getränkt. Aus der ursprünglichen Bezeichnung „Queckbörn“ entwickelte sich im Laufe der Zeit der heutige Ortsname Quickborn. Die historische Wasserstelle lag an der damaligen Quickborner Straße, die später im heutigen Harksheider Weg aufging. Noch heute lässt sich die Lage im Stadtbild nachvollziehen: Eine Verkehrsinsel im Bereich der Einmündung Schulstraße/Harksheider Weg markiert die ungefähre Position der früheren Tränke.
Die Umgestaltung des Börnplatzes basiert auf einem breit angelegten Beteiligungsprozess. Vom 6. September bis zum 3. Oktober 2023 waren Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte aufgerufen, ihre Ideen und Entwürfe einzubringen. Die eingegangenen Vorschläge wurden am 1. November 2023 öffentlich vorgestellt und diskutiert. Auf dieser Grundlage entstanden drei Gestaltungsvarianten, die im Dezember 2023 dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt präsentiert wurden. Am 15. Februar 2024 fiel die Entscheidung zugunsten der Variante „Insel im Verkehr“. Dabei blieb die bestehende Grundfläche erhalten und wurde zu einem klar strukturierten Aufenthaltsbereich weiterentwickelt.
Die rund 450 Quadratmeter große Fläche ist bewusst zurückhaltend gestaltet. Auf bewegungsorientierte oder spielerische Elemente wurde verzichtet. Stattdessen steht ein ruhiger, übersichtlicher Ort im Vordergrund, der sich in das Umfeld einfügt und die historische Bedeutung des Standortes hervorhebt. Neben dem Brunnen als zentralem Element vermittelt eine installierte Stele anschaulich die Geschichte des Börnplatzes und lädt dazu ein, sich mit den Ursprüngen der Stadt auseinanderzusetzen.
Die Entwicklung des Börnplatzes wurde durch das Engagement zahlreicher Beteiligter begleitet. Die Geschichtswerkstatt, insbesondere Frau Lühdorff, hat mit ihrem Fachwissen wesentlich zur historischen Einordnung beigetragen. Auch Herr Dänecke, Vorsitzender der Senioren Union, hat das Projekt durch seine kontinuierliche Begleitung und den engen Austausch mit der Verwaltung unterstützt. Darüber hinaus haben sich Anliegerinnen und Anlieger aktiv in den Planungsprozess eingebracht und wichtige Impulse für die Ausgestaltung gegeben. Ein besonderer Dank gilt der ausführenden Baufirma Voß Pflasterarbeiten GmbH & Co. KG aus Quickborn, die die Maßnahme fachgerecht und zuverlässig umgesetzt hat.
Die Neugestaltung des Börnplatzes ist Teil des Projekts „Bewegte Stadt“, mit dem die Stadt Quickborn von Oktober 2022 bis August 2025 am Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ teilgenommen hat. Ziel des Projekts war es, die Innenstadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterzuentwickeln und nachhaltig zu stärken. Das Vorhaben wurde durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit 75 Prozent der förderfähigen Ausgaben, bis zu einer Höhe von 1,26 Millionen Euro, unterstützt. Neben dem Börnplatz wurden unter anderem der Rathauspark, ein Innenstadtmanagement, ein Innenstadtbüro, verschiedene Veranstaltungsformate sowie der sogenannte „Dritte Ort“ in der Stadtbücherei realisiert.
Bürgermeister Thomas Beckmann betont die Bedeutung des Projekts: „Der Börnplatz ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie wir unsere Innenstadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickeln. Es ist ein identitätsstiftender Ort entstanden, der Geschichte erlebbar macht und zugleich die Aufenthaltsqualität im Zentrum nachhaltig stärkt.“
Quickborn, 24.04.2026

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