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Quickborn eröffnet historischen Börnplatz: Geschichte wird mitten in der Stadt wieder erlebbar


Mit einer feierlichen Veranstaltung hat die Stadt Quickborn am Mittwoch, den 6. Mai 2026, den neugestalteten Börnplatz an der Einmündung Schulstraße/Harksheider Weg offiziell eröffnet. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Mitglieder der Geschichtswerkstatt sowie Anwohnerinnen und Anwohner nahmen an der Einweihung teil und machten deutlich: Der neue Börnplatz ist weit mehr als eine gemütliche Verkehrsinsel – er ist ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und der Identifikation mit der Geschichte Quickborns.

Historische Wurzeln werden wieder sichtbar

Im Mittelpunkt des rund 450 Quadratmeter großen Platzes steht ein neuer Brunnen, der symbolisch an die historische Viehtränke („Börn“) erinnert, aus der sich der Name der Stadt Quickborn entwickelte. Bereits im 14. Jahrhundert wurde der Ort als „Quickbörn“ urkundlich erwähnt. „Quick“ bezeichnete damals das Vieh, während „Börn“ für eine Wasserstelle oder Tränke stand. Genau an dieser Stelle befand sich über Jahrhunderte hinweg eine natürliche Senke, an der Tiere versorgt wurden und Menschen zusammenkamen.

„Der Börnplatz ist die historische Wiege unserer Stadt. Hier wird sichtbar, wo alles begann“, betonte Bürgermeister Thomas Beckmann in seinem Grußwort. Geschichte dürfe nicht nur in Büchern oder Archiven stattfinden, sondern müsse auch im öffentlichen Raum erlebbar bleiben. „Mit dem Börnplatz ehren wir die Wurzeln unserer Stadt und schaffen zugleich einen modernen Ort des Aufenthalts und der Begegnung mitten im Alltag“, so Beckmann.

Die Gestaltung des Platzes verbindet historische Bedeutung mit zeitgemäßer Aufenthaltsqualität. Neben dem Brunnen wurden ein Kirschbaum, diverse weitere Bepflanzungen, Rabatten und mehrere Sitzgelegenheiten angelegt. Eine Stele mit historischen Fotografien und Informationen erläutert die Entstehungsgeschichte Quickborns und erinnert an die ehemalige Viehtränke, die 1911 im Zuge des Straßenbaus zugeschüttet wurde.


Eine Insel im Verkehr mit historischer Bedeutung
Eine Insel im Verkehr mit historischer Bedeutung
Sabine Bönning aus dem Fachdienst Stadtentwicklung, Bürgermeister Thomas Beckmann und Tiefbauingenieurin Bärbel Bohlmann vor dem neuen Brunnen
Sabine Bönning aus dem Fachdienst Stadtentwicklung, Bürgermeister Thomas Beckmann und Tiefbauingenieurin Bärbel Bohlmann vor dem neuen Brunnen

Neuer Treffpunkt mitten im Stadtgebiet

Dass selbst ein stark frequentierter Verkehrsbereich zu einem lebendigen Aufenthaltsort werden kann, zeigte sich bereits wenige Stunden nach der offiziellen Eröffnung: Schon am Nachmittag wurde der neue Börnplatz sichtbar gut angenommen. Seniorinnen und Senioren nutzten die neuen Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Austausch, während sich auch Jugendliche auf dem Platz aufhielten. Damit erfüllte sich bereits am ersten Tag die Idee hinter dem Projekt, einen Ort zu schaffen, der Geschichte und Gegenwart miteinander verbindet und Menschen im Zentrum Quickborns zusammenbringt.

Irene Lühdorff, Leiterin der Geschichtswerkstatt der VHS Quickborn, würdigte in ihrem historischen Beitrag die besondere Bedeutung des Ortes. Quickborn sei nicht gegründet worden, sondern über Jahrhunderte aus einer kleinen Siedlung heraus gewachsen. Die Börn habe dabei als zentrale Wasserstelle eine entscheidende Rolle gespielt. „Wir wünschen uns sehr, dass die Quickbornerinnen und Quickborner diesen Platz buchstäblich in Besitz nehmen“, erklärte Lühdorff.

Der Börnplatz ist Teil des städtischen Projektes „Bewegte Stadt“, mit dem die Stadt Quickborn erfolgreich am Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ teilgenommen hat. Die Umgestaltung wurde großzügig gefördert und mit einem Gesamtvolumen von rund 120.000 Euro umgesetzt. Vorausgegangen war ein umfangreicher Beteiligungsprozess, bei dem Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Hinweise einbringen konnten. Im Februar 2024 hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt schließlich die Variante „Insel im Verkehr“ beschlossen.

Bürgermeister Beckmann dankte ausdrücklich allen Beteiligten, die zur Umsetzung beigetragen haben – darunter der Geschichtswerkstatt unter ihrer Leiterin Irene Lühdorff, den Anwohnerinnen und Anwohnern, insbesondere Thomas Dänecke, den politischen Gremien, der Verwaltung sowie der ausführenden Firma Voß Pflasterarbeiten aus Quickborn. „Der Börnplatz zeigt, wie Stadtentwicklung gelingen kann, wenn Geschichte, Bürgerschaft und moderne Gestaltung zusammengedacht werden“, erklärte Beckmann. „Quickborn steht zu seiner Herkunft und entwickelt sich gleichzeitig weiter. Genau das macht unsere Stadt lebendig und identitätsstiftend.“

Quickborn, 08.05.2026


Bürgermeister Thomas Beckmann (FDP), Ratsfrau Birgit Hanke, Erster Stadtrat Eike Kuhrcke, Ratsherr Dr. Reinhardt Ax (alle CDU), Seniorenunionsvorsitzender Thomas Dänecke, Geschichtswerkstatt-Leiterin Irene Lühdorff und Ratsfrau Sonja Kruse (Bündnis 90/Die Grünen)
Bürgermeister Thomas Beckmann (FDP), Ratsfrau Birgit Hanke, Erster Stadtrat Eike Kuhrcke, Ratsherr Dr. Reinhardt Ax (alle CDU), Seniorenunionsvorsitzender Thomas Dänecke, Geschichtswerkstatt-Leiterin Irene Lühdorff und Ratsfrau Sonja Kruse (Bündnis 90/Die Grünen)
Irene Lühdorff, Leiterin der Geschichtswerkstatt, vor der historischen Stele auf dem neugestalteten Börnplatz
Irene Lühdorff, Leiterin der Geschichtswerkstatt, vor der historischen Stele auf dem neugestalteten Börnplatz

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