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Quickborn hat einen erfolgreichen Start in die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erlebt. Trotz wechselhaften Wetters mit teils kräftigen Regenschauern und Windböen kamen am Sonntag rund 1.500 Besucherinnen und Besucher zum ersten Public Viewing auf den Rathausplatz. Überwiegend Familien, Kinder und Jugendliche nutzten die Gelegenheit, gemeinsam das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft zu verfolgen.
Dabei zeigte sich bereits zum Start, was Veranstalter und Stadtverwaltung mit dem Public Viewing erreichen wollten: ein friedliches, generationenübergreifendes Gemeinschaftserlebnis mitten im Herzen der Stadt.
Während auf den LED-Leinwänden Fußball geschaut wurde, spielten Kinder in der Brunnensandkiste direkt vor dem Rathaus, tobten im Rathauspark oder nutzten die freien Flächen auf dem Veranstaltungsgelände. Jugendliche trafen sich in Gruppen, Familien genossen den gemeinsamen Abend und auch viele ältere Besucherinnen und Besucher verfolgten das Spiel in entspannter Atmosphäre.
Auch aus Sicht der Sicherheitsbehörden verlief die Veranstaltung vollkommen unauffällig. Die Polizei, die durchgehend vor Ort war, verzeichnete keinerlei nennenswerte Vorkommnisse oder Einsätze im Zusammenhang mit dem Public Viewing.
Bürgermeister Thomas Beckmann sieht darin eine Bestätigung der umfangreichen Vorbereitungen: „Wir sind sehr froh, dass die Konzepte vollständig aufgegangen sind. Es gab keine besonderen Vorkommnisse, keinen Ärger und keine Probleme – abgesehen von der zwischenzeitlichen Enttäuschung über den Ausgleichstreffer zum 1:1. Ansonsten haben wir vor allem aufgeregte Kinder, fröhliche Familien und viele glückliche Gesichter gesehen.“
Auch die Lärmschutzmaßnahmen erwiesen sich als erfolgreich. Während der gesamten Veranstaltung lagen die Messwerte an sämtlichen Messpunkten deutlich unter den zulässigen Grenzwerten. Ein kleines Detail sorgte dabei sogar für Schmunzeln bei den Verantwortlichen: Die eigens eingerichtete Anwohner-Hotline, deren Nummer allen Anwohnerinnen und Anwohnern per Hauswurfsendung sowie über die Veranstaltungswebseite mitgeteilt worden war, wurde exakt zweimal genutzt – allerdings nicht wegen Lärm. Ein Anruf erkundigte sich nach den Zahlungsmöglichkeiten auf dem Veranstaltungsgelände, der zweite betraf eine Frage zur Verkehrsführung.
Überrascht wurden Veranstalter und Betreiber vor allem von der hohen Zahl spontaner Besucherinnen und Besucher. Ein erheblicher Teil der Gäste entschied sich erst kurzfristig für einen Besuch und kaufte die Eintrittskarten direkt an der Abendkasse.
Für die Versorgung mit Speisen und Getränken stellte dies eine besondere Herausforderung dar. Die Planung von Bierwagen, Foodtrucks und Personal orientiert sich an den Zahlen des Vorverkaufs. Die Abendkasse kann bei der Vorbereitung lediglich geschätzt werden.
„Wir haben uns natürlich über jede einzelne Besucherin und jeden einzelnen Besucher gefreut“, erklärt Veranstalterin Patricia Kahl von Match Langenhorn. „Wenn jedoch deutlich mehr Menschen spontan kommen als im Vorverkauf erkennbar war, entstehen zwangsläufig längere Wartezeiten an den Ständen. Das nehmen wir als wichtige Erkenntnis aus dem ersten Spiel mit.“
Gemeinsam mit Veranstalter Tony Groß werden die Abläufe nun ausgewertet. Für die kommenden Spiele sind bereits Anpassungen bei den Kapazitäten von Getränkeständen und Foodtrucks vorgesehen. Gleichzeitig bitten die Veranstalter die Besucherinnen und Besucher darum, ihre Tickets möglichst frühzeitig im Vorverkauf zu erwerben.
„Der Vorverkauf hilft uns enorm bei der Planung“, sagt Patricia Kahl. „Je besser wir die Besucherzahlen einschätzen können, desto besser können wir Personal, Essensstände und Getränkeversorgung organisieren.“
„Es war ein tolles Event für die ganze Familie“, sagt Stadtsprecher Helge Tiemann, der gemeinsam mit seinen beiden Töchtern vor Ort war. „Junge und ältere Menschen haben gemeinsam gefeiert. Man konnte regelrecht erleben, wie dieses Event Menschen zusammengebracht hat – und genau darum geht es.“
Besonders beeindruckt zeigte sich Tiemann von den zahlreichen Jugendlichen auf dem Veranstaltungsgelände: „Ich bin mit mehreren Gruppen ins Gespräch gekommen – zum Beispiel in der Schlange vor dem Bratwurststand. Eine Jugendliche, deren Familie ursprünglich aus Ghana stammt, erklärte mir sichtlich bewegt, dass sie sich mit der deutschen Nationalmannschaft identifizieren könne, weil sie so selbstverständlich für Offenheit und Vielfalt stehe und ‚niemanden ausgrenze‘. Ein anderer Jugendlicher bedankte sich aufrichtig und höflich für die Organisation des Public Viewings und verschwand anschließend wieder im Getümmel, noch bevor ich ihm überhaupt antworten konnte. Das zeigt mir, dass dieses Public Viewing durchaus etwas Positives mit uns macht und mehr ist als nur das gemeinsame Schauen eines Fußballspiels.“
Auch Eventmanagerin Nadine Kulbe zeigte sich insbesondere von der hohen Zahl junger Besucherinnen und Besucher beeindruckt: „Ich fand es toll, wie viele Jugendliche und junge Menschen vor Ort waren. Es war ein richtiges Fest für unsere Jugend – und das vollkommen friedlich. Genau so haben wir uns dieses Event gewünscht.“
Bürgermeister Beckmann zieht ebenfalls ein rundum positives Fazit: „Mir ist wichtig, dass die Menschen gerne in Quickborn leben und dass ihnen hier auch etwas geboten wird. Wenn wir für so wenig Geld ein so großes und positives Event nach Quickborn holen können, das Menschen aller Generationen zusammenbringt, jungen Menschen ein besonderes Erlebnis bietet und für so viele strahlende Gesichter sorgt, dann kann man sich kaum mehr wünschen. Das war ein Abend, den sich Quickborn verdient hat.“
Nach dem erfolgreichen Auftakt richtet sich der Blick nun bereits auf das nächste Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft. Am Samstag, 20. Juni, trifft Deutschland um 22 Uhr auf die Elfenbeinküste. In der Gruppe geht es dabei möglicherweise schon um den Gruppensieg und die Chance auf den vorzeitigen Einzug ins Sechzehntelfinale.
Die Wetteraussichten könnten kaum besser sein: Aktuell werden für den Nachmittag sommerliche 31 Grad und Sonnenschein erwartet. Zum Anpfiff um 22 Uhr sollen bei wolkenlosem Himmel noch angenehme 23 Grad herrschen.
„Das ist natürlich genau das Wetter, das wir uns alle wünschen“, sagt Patricia Kahl. „Das erste Spiel war trotz des Wetters eine sehr gute Generalprobe. Jetzt freuen wir uns auf Spiel Nummer zwei.“
Der Ticketvorverkauf läuft bereits. Karten sind wie zum Auftaktspiel sowohl online unter www.public-viewing-quickborn.de als auch im Freibad Quickborn sowie bei Theolino und bei Aastarte Floristik in der Bahnhofstraße erhältlich.
Pressemitteilung vom 15.06.2026
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